Die Polizei führte Schwerpunktkontrollen an „Car-Freitag“ im Kreis Mettmann durch. 138 Geschwindigkeitsverstöße wurden festgestellt, darunter ein Motorradfahrer mit 115 km/h bei erlaubten 50 km/h.
Kontrollen an „Car-Freitag“: Polizei zieht Bilanz

Kreis Mettmann (ost)
Am gestrigen Karfreitag, 3. April 2026, und in der Nacht auf den heutigen Ostersamstag, 4. April 2026, hat die Polizei anlässlich des sogenannten „Car-Freitags“ einen Schwerpunkteinsatz zur Kontrolle der Raser-, Tuning- und Autoszene im Kreis Mettmann durchgeführt. Die Verkehrsexpertinnen und Verkehrsexperten überprüften gemeinsam mit Streifenpolizistinnen und -polizisten szenebekannte Treffpunkte.
Das sind die Ergebnisse:
Insgesamt wurden keine größeren Ansammlungen von Tunern oder Autoposern festgestellt. An szenebekannten Parkplätzen im Kreisgebiet wurden lediglich einzelne Autos angetroffen. Bei den durchgeführten Kontrollen hatten die Polizistinnen und Polizisten erfreulicherweise nur wenig zu beanstanden.
Eine der festgestellten Ordnungswidrigkeiten betraf einen Fahrer, bei dessen Auto durch Veränderung an der Auspuffanlage und an der Rad-Reifenkombination die Betriebserlaubnis erloschen war. Das Auto wurde mittels eines Abschleppdienstes zu einer Prüfstelle gebracht, um die Mängel zu dokumentieren.
Geschwindigkeitskontrollen:
Während des Einsatzes wurden zuvor nicht veröffentlichte Geschwindigkeitskontrollen insbesondere im Bereich Velbert und Heiligenhaus durchgeführt. Insgesamt wurden hierbei 138 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.
In 106 Fällen werden die Überschreitungen mit einem Verwarngeld geahndet. 32 Fahrerinnen und Fahrer erhalten Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Unrühmlicher „Tagesschnellster“ war ein Motorradfahrer, der mit 115 km/h bei erlaubten 50 km/h die Kontrollstelle passierte. Den Mann erwartet jetzt ein Bußgeld von mindestens 600 Euro, ein zweimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte im Fahreignungsregister.
Ebenfalls eingesetzt auf den bekannten und beliebten Ausflugsstrecken war erneut das so genannte „ProVida“-Krad der Kreispolizeibehörde Mettmann. Das speziell zur Verkehrsüberwachung umgerüstete zivile Motorrad der Kreispolizeibehörde Mettmann ist in der Lage, Geschwindigkeitsüberschreitungen während der Fahrt festzustellen und beweiskräftig zu videografieren.
Polizeihauptkommissar Thorsten Lamb, Leiter der Motorradstaffel und Einsatzleiter am gestrigen Karfreitag: „Der öffentliche Verkehrsraum und seine Straßen sind keine Rennstrecken und keine Schauplätze für ein Kräftemessen oder zur Selbstinszenierung. Aus diesem Grund schreiten wir konsequent gegen Raser ein. Zudem haben wir nicht nur am sogenannten Car-Freitag auch die Tuning-Szene im Blick. Es spricht nichts dagegen, dass sich Autoliebhaberinnen und -liebhaber mit ihren Fahrzeugen präsentieren möchten – aber nur, solange die Regeln eingehalten werden. Bei Verstöße zeigen wir keine Toleranz, denn die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr hat höchste Priorität.“
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen gemeldet, was 0,59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








