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Konzertierte Aktion von Zoll und Polizei im Raum Gronau

70 Einsatzkräfte kontrollierten Fahrzeuge und Regionalbahnen, Sicherstellungen von Drogen und Waffen, laufende Ermittlungen.

Der Zoll führte am Donnerstagabend gemeinsam mit Bundes- und Landespolizei u.a. Kontrollen am Bahnhof in Gronau durch.
Foto: Presseportal.de

Münster / Gronau (ost)

Im Rahmen einer konzertierten, gemeinsamen Aktion kontrollierten am Donnerstagabend unter Federführung der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamtes Münster rund siebzig Einsatzkräfte von Zoll, Bundes- und Landespolizei im grenznahen Raum rund um Gronau Fahrzeuge sowie insbesondere den grenzüberschreitenden Verkehr der Regionalbahnen von Enschede nach Dortmund und Münster.

Die Einsatzkräfte überprüften dabei knapp 200 Personen und kontrollierten rund 50 Fahrzeuge. Zum Einsatz kamen auch drei Rauschgiftspürhunde sowie ein kombinierter Bargeld- und Tabakspürhund. Am Bahnhof in Gronau errichtete der Zoll am Gleis eine mobile Kontrollstelle um die aus den Niederlanden kommenden Zuggäste zu kontrollieren.

Der Verdacht des Mitführens von harten Drogen wie Kokain oder Amphetamin konnte in einem Fall noch vor Ort unter Zuhilfenahme eines Stoffdetektionsgerätes enthärtet werden. Das weiße Pulver entpuppte sich sodann als harmloses Paracetamol.

Im Zuge der Kontrollen kam es schließlich zu 13 Sicherstellungen aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Beamtinnen und Beamten stellten hier Kleinmengen von insgesamt rund fünfzig Gramm Marihuana und Haschisch sicher. Weiterhin konstatierten sie einen Verstoß gegen das Waffengesetz aufgrund des Mitführens eines Schlagrings sowie einen Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz. Die Einsatzkräfte leiteten noch vor Ort entsprechende Strafverfahren ein.

„In einem Fall versuchte sich ein Pkw durch Flucht der Zollkontrolle auf niederländischer Seite zu entziehen, konnte jedoch kurze Zeit später beim erneuten Einreiseversuch gestellt werden“, berichtet Britta Flothmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Münster, vom Einsatz. Die Kontrolle ergab eine geringe Menge an Betäubungsmitteln sowie das Fahren unter Drogeneinfluss. Hier hat die Landespolizei den Fall entsprechend übernommen.

Die weiteren Ermittlungen von Zoll, Bundes- und Landespolizei dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, während es im Jahr 2023 57879 waren. Von den Verdächtigen waren 2022 49610 männlich und 6757 weiblich, während es 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023, Nordrhein-Westfalen mit 73917 Fällen, zeigt sich, dass die Situation in dieser Region besonders besorgniserregend ist.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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