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Kranenburg: Vollstreckung von Haftbefehlen durch Bundespolizei

Am vergangenen Wochenende wurden mehrere Haftbefehle im Rahmen der Grenzkontrollen vollstreckt. Ein Rumäne, ein Deutscher, ein Niederländer und ein Bulgare zahlten Geldstrafen und konnten Haftstrafen abwenden.

Foto: Depositphotos

Kleve – Kempen – Emmerich – Nettetal – Straelen – Kranenburg (ost)

Letztes Wochenende konnte die Bundespolizei im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen zahlreiche Haftbefehle durchsetzen.

Ein 20-jähriger Rumäne wurde am Freitagabend, dem 17. April 2026, als Fahrer eines Kleintransporters einer Leiharbeiterfirma auf der Autobahn 57 bei der Einreise aus den Niederlanden gestoppt und an der Anschlussstelle Kleve von der Grenzpolizei kontrolliert. Er zeigte seinen rumänischen Personalausweis zur Kontrolle vor. Bei der Überprüfung der Datenbanken der Polizei wurde festgestellt, dass er aufgrund eines Haftbefehls wegen Bandendiebstahls, ausgestellt von der Staatsanwaltschaft Münster, festgenommen werden sollte. Außerdem gab es eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Wuppertal wegen eines besonders schweren Diebstahls. Der Gesuchte wurde daraufhin verhaftet und am Samstag dem Haftrichter vorgeführt, nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren.

An der Anschlussstelle Breyell auf der Autobahn 61 kontrollierte die Bundespolizei am späten Freitagabend einen 26-jährigen Deutschen als Fahrer eines PKWs bei der Einreise aus den Niederlanden. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass er aufgrund eines Haftbefehls wegen Diebstahls und Unterschlagung, ausgestellt von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, gesucht wurde. Der Verurteilte zahlte die fällige Geldstrafe in Höhe von 300 Euro bei der Bundespolizei und konnte somit die drohende 15-tägige Ersatzfreiheitsstrafe vermeiden. Nach der Zahlung der Geldstrafe im Bundespolizeirevier Kempen durfte der Mann seine Reise fortsetzen.

Am Samstagabend, dem 18. April 2026, reiste ein 21-jähriger Niederländer als Beifahrer in einem PKW auf der Autobahn 40 nach Deutschland. Die fahndungsmäßige Überprüfung ergab, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth eine Festnahme aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls bei der Wiedereinreise in das Bundesgebiet verlangte. Der Niederländer muss noch 353 Tage seiner Gesamtjugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz absitzen. Im Oktober 2025 wurde er in die Niederlande abgeschoben, was seinen Verlust des Rechts auf Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet unanfechtbar machte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann am Sonntag ins Gefängnis in Willich gebracht.

Auf der Bundesstraße 9 in Kranenburg kontrollierte die Bundespolizei am Samstagabend einen 34-jährigen Bulgaren als Fahrer eines in Gelsenkirchen zugelassenen PKWs bei der Einreise aus den Niederlanden. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass die Staatsanwaltschaft Essen ihn wegen Diebstahls suchte. Der Bulgare zahlte die Geldstrafe von 200 Euro bei der Bundespolizei und konnte somit die zehntägige Haftstrafe umgehen. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen.

Ein 27-jähriger Deutscher reiste am Sonntagmorgen, dem 19. April 2026, als Fahrgast im Regionalexpress 19 auf der Fahrt von Amsterdam nach Dinslaken aus den Niederlanden nach Deutschland. Bei der Kontrolle am Bahnhof Emmerich stellten die Beamten anhand seines Personalausweises fest, dass die Staatsanwaltschaft Kleve ihn wegen Betruges suchte. Der Verurteilte zahlte die Geldstrafe von 420 Euro bei der Bundespolizei in Kleve und konnte somit die siebentägige Haftstrafe vermeiden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen.

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Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367 und stieg im Jahr 2023 auf 57879. Von den Verdächtigen waren 2022 49610 männlich und 6757 weiblich, während es 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73917 – zeigt Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Tendenz.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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