Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Drogenhändlers entdeckte die Polizei eine Bunkerwohnung, in der große Mengen Drogen gelagert und verpackt wurden.
Krefeld: Polizei findet Bunkerwohnung

Krefeld (ost)
Über mehrere Stunden hatten Beamte der Polizei am Dienstag (21. Juli 2026) einen Mann beobachtet, der verdächtige Verkaufshandlungen auf offener Straße in der Innenstadt durchführte. Währenddessen bemerkten die Polizisten, dass er mehrmals die Breite Straße entlangging und ein Mehrfamilienhaus betrat. Um 20:15 Uhr griffen sie dann ein: Nachdem sie den Verdächtigen gestellt hatten, entdeckten sie bei ihm Bargeld in kleinen Scheinen, zwei Mobiltelefone und eine geringe Menge Kokain. Der 19-Jährige wurde verhaftet und in Gewahrsam genommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete ein Richter die Durchsuchung der verdächtigen Wohnung an. Dort fand die Polizei neben Verpackungsmaterial für Drogen und einer Feinwaage etwa 700 Gramm Cannabis und ungefähr acht Gramm Kokain. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine spezielle Bunkerwohnung, die zur Lagerung und Verpackung von Drogen genutzt wird.
Am Mittwochmittag hat der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft angeordnet. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, während es im Jahr 2023 57879 waren. Unter den Verdächtigen waren 49610 Männer und 6757 Frauen im Jahr 2022, im Jahr 2023 waren es 51099 Männer und 6780 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland ist Nordrhein-Westfalen weiterhin die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








