Fahrer mit 1,3 Promille verursacht Unfall mit Kindern im Auto – Polizei zieht Bilanz
Kreis Borken: Alkohol und Drogen im Verkehr

Kreis Borken (ost)
Der Konsum von Alkohol oder Betäubungsmitteln am Steuer gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das von unbeteiligten Menschen. Die schwerwiegenden Folgen einer solchen Entscheidung wurden am vergangenen Wochenende in Ahaus deutlich.
Am Freitagabend gegen 20.10 Uhr fuhr ein Autofahrer auf der Arnoldstraße in Richtung Vredener Dyk. Seine minderjährigen Kinder waren im Fahrzeug. Nach bisherigen Informationen verlor der Mann in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Auto. Das Fahrzeug geriet zunächst nach rechts auf den Grünstreifen und den Geh- und Radweg, dann zurück auf die Straße und schließlich auf den linksseitigen Gehweg. Trotz schwerer Schäden setzte der Fahrer seine Fahrt bis zur Straße „Hof zum Ahaus“ fort, wo das Auto aufgrund der Unfallschäden zum Stillstand kam. Zunächst verließ der Mann die Unfallstelle und ließ seine Kinder im Auto zurück. Zum Glück blieben sie unverletzt. Etwa zehn Minuten später kehrte der Fahrer zur Unfallstelle zurück. Die Polizei stellte Alkoholgeruch bei ihm fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,3 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an, nahmen den Führerschein in Verwahrung und leiteten ein Strafverfahren ein.
Der Vorfall verdeutlicht: Wer betrunken Auto fährt, trägt nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für alle Insassen des Fahrzeugs und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Dass bei diesem Unfall niemand verletzt wurde, ist letztlich glücklichen Umständen zu verdanken.
In der vergangenen Woche stellte die Polizei im Kreis Borken insgesamt neun Verkehrsteilnehmer fest, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilnahmen. Zwei Fahrer standen unter Alkoholeinfluss, sieben waren durch Betäubungsmittel beeinflusst. In allen Fällen wurde eine Blutprobe entnommen. Die Polizei leitete entsprechende Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Konkret: Im Nordkreis registrierte die Polizei neben dem beschriebenen Verkehrsunfall in Ahaus drei weitere Verkehrsteilnehmer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fuhren (2 x Ahaus, 1 x Gronau). Im Südkreis kontrollierten die Einsatzkräfte in Isselburg einen Fahrer unter Alkoholeinfluss. Außerdem standen jeweils ein Fahrer in Isselburg, Borken, Bocholt und Südlohn unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.
Die Polizei appelliert erneut eindringlich: Wer Alkohol oder Drogen konsumiert hat, sollte nicht fahren. Jede Fahrt unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen ist eine bewusste Entscheidung mit potenziell schwerwiegenden Konsequenzen – für den Fahrer selbst, aber auch für Mitfahrer, Angehörige und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Schon geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen und zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen führen. Neben empfindlichen Strafen drohen der Entzug der Fahrerlaubnis und in vielen Fällen eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). (pl)
Quelle: Presseportal








