Taschendiebe nutzen Gedränge in Verbrauchermarkt, Polizei warnt vor Ablenkungsmanövern und gibt Tipps zur Vorbeugung
Kreis Borken: Diebstahl in Vreden

Vreden (ost)
Ort des Verbrechens: Vreden, Wassermühlenstraße;
Zeitpunkt des Verbrechens: 23.03.2026, zwischen 14.25 Uhr und 15.00 Uhr;
Diebe haben erneut zugeschlagen, diesmal in einem Verbrauchermarkt im Kreis Borken. Das Opfer war eine Kundin eines Geschäfts an der Wassermühlenstraße in Vreden. Erst an der Kasse bemerkte sie, dass ihre Geldbörse verschwunden war.
Die Polizei warnt erneut vor Taschendieben. Sie nutzen gerne Situationen mit Gedränge, um unbemerkt zuzuschlagen – eine schnelle Berührung oder ein kleiner Stoß fallen dort nicht sofort auf. Den Dieben reichen wenige Augenblicke und eventuell die Ablenkung durch einen Komplizen, um an ihre Beute zu gelangen. Außerdem fällt auf, dass die Diebe vermehrt in Verbrauchermärkten ohne Videoüberwachung zuschlagen. Um sich zu schützen, sollten Wertsachen in einer verschlossenen Innentasche aufbewahrt werden – am besten Geld und Papiere in verschiedenen Taschen. Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder ähnliches bieten zusätzliche Sicherheit. Taschen sollten mit der Verschlussseite zum Körper hin und auf der Vorderseite des Körpers getragen werden. Man sollte seine Wertsachen nicht aus den Augen lassen, auch nicht beim Suchen nach Produkten während des Einkaufs. Weitere Tipps und Informationen dazu finden sich unter anderem auf der Website https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/taschendiebstahl/. (sb)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, blieb die Anzahl der Verdächtigen relativ konstant. Im Jahr 2023 wurden 1.897 Verdächtige identifiziert, darunter 1.442 Männer und 455 Frauen. Von diesen Verdächtigen waren 1.520 nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit insgesamt 39.519 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








