Eine 19-jährige Fahranfängerin wurde unter dem Einfluss von Cannabis am Steuer erwischt, obwohl sie erst vor kurzem ihren vorläufigen Führerschein erhalten hatte.
Kreis Borken: Fahranfängerin berauscht am Steuer

Kreis Borken (ost)
Am Dienstag saß eine 19-Jährige unter dem Einfluss von Cannabis am Steuer eines Fahrzeugs. Das Besondere: Sie hatte erst wenige Stunden zuvor ihren vorläufigen Führerschein erhalten.
Die Polizei überprüfte die Frau im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle. Während der Überprüfung gab es Anzeichen für einen möglichen vorherigen Drogenkonsum. Der Vater der Fahrerin saß als Beifahrer im Auto. Ein freiwilliger Drogenvortest war positiv. Die Fahrerin gestand den Einsatzkräften gegenüber, am Vortag Cannabis konsumiert zu haben. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Außerdem wurde der Fahranfängerin eine Blutprobe entnommen.
Die Polizei warnt angesichts solcher Fälle: Der Konsum von Cannabis kann zu Einschränkungen der Konzentration, Aufmerksamkeit, sowie zu einer Verlängerung der Reaktions- und Entscheidungszeit führen. Dies kann im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben. Auch nach Einführung des Cannabisgesetzes gilt: Wer vorsätzlich mit einer bestimmten Menge des Wirkstoffs im Blut am Steuer erwischt wird, riskiert ein hohes Bußgeld, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Viele wissen nicht: Auch wer am Tag zuvor gekifft hat und am nächsten Tag Auto fährt, riskiert diese Konsequenzen, wenn der gesetzliche THC-Grenzwert überschritten wird. Während der Probezeit gibt es – ähnlich wie beim Alkohol – keinen Grenzwert. Also gilt hier erst recht: Hände weg! (ld)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenvergehen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg im Jahr 2023 auf 57.879. Darunter waren 49.610 männliche Verdächtige und 6.757 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 auf 18.722. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73.917 in Nordrhein-Westfalen – bleibt Nordrhein-Westfalen weiterhin eine der Regionen mit den höchsten Drogenraten im Land.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








