Im Januar entdeckte Frank Rathmann ein verdächtiges Fahrzeug in Reken. Seine Reaktion führte zur Festnahme von Einbrechern und zur Sicherstellung von Diebesgut.
Kreis Borken: Landrat ehrt aufmerksamen Zeugen

Borken (ost)
Im Januar dieses Jahres war Frank Rathmann in Reken ein verdächtiges Fahrzeug in der Nähe seines Wohnhauses aufgefallen. Was sich daraus entwickelte, war ein wichtiger Ermittlungserfolg für die Polizei Borken – und fand jetzt höchste Anerkennung durch den Behördenleiter: Dr. Kai Zwicker überreichte gemeinsam mit Abteilungsleiter Polizei Paul Albers eine Belobigungsurkunde an den Rekener. Er sprach die beiden Insassen des Fahrzeugs an und erkundigte sich nach dem Grund ihrer Anwesenheit. Diese gaben an, im Zusammenhang mit einem angeblichen Internetgeschäft auf der Suche nach einer Anschrift zu sein. Diese Erklärung erschien ihm verdächtig. Kurz darauf hatte sich herausgestellt, dass es zu einem versuchten Einbruch in das Wohnhaus der Familie gekommen war. Am 14. Februar sah Frank Rathmann auf einer Autofahrt das Fahrzeug der beiden Tatverdächtigen wieder. Er informierte umgehend die Polizei und nahm zugleich die Verfolgung des Fahrzeugs auf, um dessen Aufenthaltsort fortlaufend mitteilen zu können. Die Fahrt führte von Reken in den Zuständigkeitsbereich der Nachbarbehörde Coesfeld. Dank der kontinuierlichen Hinweise konnten die eingesetzten Polizeikräfte das Fahrzeug stoppen und die Insassen kontrollieren. Die Überprüfung ergab Hinweise auf einen zuvor begangenen Einbruchsdiebstahl. Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Dabei handelte es sich um eine 32-jährige Frau aus Gelsenkirchen sowie einen 41-jährigen Mann aus Gladbeck. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete ein Richter Untersuchungshaft an. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kommen die Personen für weitere Einbruchstaten im Kreis Borken und darüber hinaus in Betracht. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der beiden Tatverdächtigen konnte eine Vielzahl an Diebesgut aufgefunden und sichergestellt werden. Der Strafprozess läuft, beiden Tatverdächtigen werden Fälle zugeordnet in Borken, Südlohn, Reken und Velen sowie weitere Taten außerhalb des Kreises Borken. “Sie haben in besonderer Weise Verantwortungsbewusstsein, Aufmerksamkeit und Zivilcourage bewiesen”, lobte Landrat Dr. Kai Zwicker den engagierten Zeugen: “Ihr Engagement zeigt eindrucksvoll, welch wichtigen Beitrag aufmerksame Bürgerinnen und Bürger für die Sicherheit unserer Gemeinschaft leisten können.” Wohnungseinbruchdiebstähle gehören zu den zentralen Deliktfeldern, mit denen die Polizei auch im Kreis Borken dauerhaft konfrontiert ist. Um dem zu begegnen, stellt die Vorbeugung einen wichtigen Schlüssel dar. Die Experten des Kriminalkommissariats für Prävention und Opferschutz stehen Ratsuchenden zur Verfügung und beraten dabei, das eigene Heim vor Einbrüchen zu schützen. Die polizeilichen Experten sind unter Tel. (02861) 900-5555 zu erreichen. (to)
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle von Einbrüchen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 im Jahr 2022 auf 3.616 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 2.789 im Jahr 2022 auf 3.069 im Jahr 2023. Im Jahr 2023 waren 1.451 der Verdächtigen nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen zwar stark betroffen, jedoch nicht das Gebiet mit den meisten Einbruchsfällen in Deutschland im Jahr 2023, wo insgesamt 27.061 Fälle verzeichnet wurden.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Autodiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Autodiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 5864 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 6674 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1617 im Jahr 2022 auf 1731 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 1815 auf 1888, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Autodiebstählen in Deutschland mit 7781 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 5.864 | 6.674 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.617 | 1.731 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.815 | 1.888 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.672 | 1.743 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 143 | 145 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 799 | 826 |
Quelle: Bundeskriminalamt








