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Kreis Borken: Polizei warnt vor unseriösen Notdienstanbietern

Die Kreispolizeibehörde Borken warnt vor unseriösen Dienstleistungsunternehmen, die über das Internet Kunden mit überhöhten Rechnungen konfrontieren. Ermittlungen wegen des Verdachts des Wuchers wurden eingeleitet.

Foto: unsplash

Kreis Borken (ost)

Aufgrund der aktuellen Situation warnt die Kreispolizeibehörde Borken vor fragwürdigen Serviceunternehmen, die ihre Dienstleistungen über das Internet anbieten und Kunden dann mit stark überhöhten Rechnungen konfrontieren.

Hintergrund sind zwei Strafanzeigen, bei denen die Polizei wegen des Verdachts auf Wucher ermittelt. In beiden Fällen suchten die Betroffenen kurzfristig Hilfe über eine Internetrecherche. Einmal handelte es sich um die Entfernung eines Bienenstocks, im anderen Fall um eine Rohrverstopfung. Die beauftragten Mitarbeiter erschienen jeweils zeitnah vor Ort und führten die Arbeiten schnell durch. Jedoch wurden im Anschluss oder teilweise schon vor Beginn der Arbeiten sehr hohe Beträge gefordert, die sofort per Kartenlesegerät bezahlt werden sollten. Laut den Betroffenen standen die in Rechnung gestellten Beträge in keinem angemessenen Verhältnis zu den erbrachten Leistungen. Zudem gab es im Nachhinein weitere Auffälligkeiten, wie schwer erreichbare Ansprechpartner oder Zweifel an den angegebenen Firmenadressen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

So schützen Sie sich vor fragwürdigen Notdienstanbietern Besonders in Notfällen handeln Betroffene oft unter Zeitdruck. Genau das machen sich unseriöse Anbieter zunutze. Die Polizei empfiehlt daher: – Informieren Sie sich vor der Beauftragung so gut wie möglich über das Unternehmen und prüfen Sie Bewertungen kritisch. – Achten Sie auf ein vollständiges Impressum mit klarer Firmenadresse und Festnetznummer. – Vereinbaren Sie vor Arbeitsbeginn einen festen Preis oder zumindest einen Kostenrahmen. – Lassen Sie sich die einzelnen Leistungen und Kosten verständlich erklären. – Seien Sie besonders vorsichtig, wenn eine sofortige oder vollständige Zahlung vor Arbeitsbeginn gefordert wird. – Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und unterschreiben oder zahlen Sie nichts, wenn Ihnen die Forderungen unangemessen hoch erscheinen. – Holen Sie im Zweifelsfall eine zweite Meinung oder ein weiteres Angebot ein. – Bewahren Sie Rechnungen, Zahlungsbelege und Kommunikationsdaten auf.

Im Falle einer Betroffenheit

Wer vermutet, Opfer eines unseriösen Notdienstes geworden zu sein, sollte den Vorfall möglichst schnell bei der Polizei melden. Bewahren Sie vorhandene Unterlagen wie Rechnungen, Zahlungsbelege, E-Mails, Fotos oder Chatverläufe auf und wenden Sie sich gegebenenfalls auch an Ihre Bank, wenn die Zahlung per Karte erfolgt ist. Die Polizei weist darauf hin, dass ein hoher Preis allein nicht automatisch eine Straftat darstellt. Ob der Tatbestand des Wuchers oder andere Straftaten erfüllt sind, muss immer anhand der Umstände des jeweiligen Falls geprüft werden. Es ist umso wichtiger, verdächtige Vorfälle frühzeitig anzuzeigen. (pl)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen deutlichen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 29.667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21.181 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 7.667 auf 8.126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6.623 auf 7.062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 4.726 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 2.336. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen betrug 2.072 im Jahr 2022 und 2.159 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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