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Kreis Coesfeld: Tierquälerei-Vorwürfe in Coesfeld-Lette nicht bestätigt

Ein Fall mutmaßlicher Tierquälerei beschäftigt die Polizei und die Menschen im Kreis Coesfeld. Die Ermittlungen ergaben, dass der Vorwurf einer Straftat gänzlich ausgeräumt ist.

Foto: unsplash

Coesfeld (ost)

Ein Vorfall von vermuteter Tierquälerei beschäftigt seit Dienstagabend (08.09.) die Polizei und die Bürger im Kreis Coesfeld. Auch in den Medien und in sozialen Netzwerken wurde der Vorfall stark diskutiert.

In sozialen Medien erhob eine Nutzerin, die Vorsitzende eines örtlichen Tierschutzvereins ist, den Vorwurf und bat um Informationen. Sie bezog sich dabei auf Angaben einer Informantin. Es wurde behauptet, dass Kinder in der Nähe des Schwimmbades in Coesfeld-Lette Kaninchenbabys misshandelt hätten.

Die Polizei Coesfeld wurde auf den Beitrag aufmerksam. Da der Vorfall bisher nicht gemeldet wurde, kontaktierten die Beamten die Verfasserin des Beitrags und begannen mit den Ermittlungen. Am Donnerstag (10.09.) gelang es den Ermittlern schließlich, den Vater der Informantin zu kontaktieren, der sich an den Tierschutzverein gewandt hatte. Die Untersuchungen ergaben eine klare Wendung des Falls: Der Mann erklärte den Beamten, dass seine Tochter mit einer Freundin eine Gruppe Kinder beobachtet hatte, die bei jungen Wildkaninchen standen. Die beiden Mädchen blieben bei den Kaninchen, als die Kinder weggingen. Die junge Frau rief auch den Tierschutzverein an, um den Tieren zu helfen. Sie erwähnte jedoch zu keinem Zeitpunkt strafbare Handlungen.

Wie es zu dem Missverständnis kam, blieb unklar. Der Verdacht einer Straftat wurde durch die Ermittlungsergebnisse vollständig ausgeräumt.

Der Vorfall verdeutlicht vor allem eines: Informationen aus sozialen Medien sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Solange sie nicht von offiziellen Stellen bestätigt wurden, sollte nicht von gesicherten Erkenntnissen ausgegangen werden.

Selbst gut gemeinte Zeugenaufrufe von Privatpersonen können die polizeilichen Ermittlungen erschweren. Es besteht auch die Gefahr, dass durch ungesicherte Informationen oder Vermutungen falsche Verdächtigungen entstehen.

Die Polizei Coesfeld dankt allen, die sich um die Tiere gekümmert haben. Sie fordert die Bevölkerung auf, Hinweise auf mögliche Straftaten direkt an die Polizei weiterzugeben. Die Ermittler werden die Hinweise überprüfen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

Quelle: Presseportal

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