Umfangreiche Kontrollmaßnahmen mit über 400 Einsatzkräften aus 23 Behörden führten zu 79 Strafanzeigen und 8 Festnahmen. Insgesamt wurden 1193 Fahrzeuge und 1794 Personen kontrolliert.
Kreis Euskirchen: Grenzkontrollen in drei Ländern

Aachen Grenzregion (ost)
Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg – eine Zusammenfassung umfangreicher Überwachungsmaßnahmen in der Grenzregion.
Am gestrigen Tag (08.06.2026) fand zwischen 10 und 19 Uhr ein umfangreicher Kontrolleinsatz in der StädteRegion Aachen, im Kreis Heinsberg, im Kreis Euskirchen und im Kreis Düren statt. Insgesamt waren etwa 400 Einsatzkräfte aus 23 Behörden beteiligt. Neben dem Polizeipräsidium Aachen, dem Polizeipräsidium Köln und den entsprechenden Kreispolizeibehörden waren unter anderem auch das Hauptzollamt Aachen und die Bundespolizei an dem Einsatz beteiligt. Auf niederländischer Seite waren Beamte der Politie Limburg und der Koninklijke Marechaussee im Einsatz. In Belgien wurden die Kontrollen von Polizeikräften der Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel sowie der Bundespolizei Eupen durchgeführt. Diese Kräfte wurden unter anderem von der Autobahnpolizei Lüttich und dem Zollamt Eupen unterstützt. Das Ziel der grenzüberschreitenden Polizeikontrollen war die Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr sowie die Bekämpfung von Kriminalität mit Schwerpunkt auf Wohnungseinbrüche, Drogendelikte und illegale Einreisen bzw. Schleusungen. Ein Schwerpunkt lag auf der Kontrolle des Güterverkehrs. Die euregionale Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Euregio Maas-Rhein durch koordinierte polizeiliche Maßnahmen zu erhöhen. Die Kontrollaktion stand nicht im Zusammenhang mit den derzeit obligatorischen Grenzkontrollen der Bundespolizei, obwohl es bei den Zielen des Einsatzes durchaus Überschneidungen gab.
Insgesamt wurden 1193 Fahrzeuge und 1794 Personen kontrolliert. In 79 Fällen wurden Strafanzeigen erstattet, davon 22 wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und sechs wegen ausländerrechtlicher Verstöße. Acht Personen wurden festgenommen. 25 Fahrer waren alkoholisiert oder standen unter dem Einfluss von Drogen – in 23 Fällen wurden Blutproben angeordnet. Zwölf Personen hatten keine gültige Fahrerlaubnis. Insgesamt wurden 435 Ordnungswidrigkeiten angezeigt, insbesondere wegen Verkehrsverstößen.
In der Grenzregion der Euregio Maas-Rhein mit insgesamt etwa 4 Mio. Einwohnern arbeiten die Sicherheitsbehörden eng zusammen. Die euregionale Zusammenarbeit der Polizeibehörden erfolgt im Rahmen der sogenannten „NeBeDeAgPol“ (Niederländisch / Belgisch / Deutsche Arbeitsgemeinschaft der Polizei). Die Planung und Durchführung gemeinsamer Einsätze gehört zu den Hauptaufgaben der NeBeDeAgPol. So auch der Einsatz vom gestrigen Tag.
Die Einsatzkräfte wurden von der europäischen Arbeitsbehörde „European Labour Authority“ (ELA) unterstützt. Die ELA überwacht grenzüberschreitend die Einhaltung von Arbeits- und Sozialrechten von LKW- und Busfahrern. Schwerpunktüberwachungen im Grenzgebiet sind ein Ausdruck der engen Zusammenarbeit der Behörden der drei Länder in der EMR. Sie werden in regelmäßigen Abständen fortgesetzt. (th)
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 23.528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 auf 3.616. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2.789 auf 3.069, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2.344 auf 2.614 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 445 auf 455 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 auf 1.451. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 27.061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, blieb die Anzahl der Verdächtigen relativ konstant. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 57879 Verdächtige, darunter 51099 Männer und 6780 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Trotz des Anstiegs bleibt Nordrhein-Westfalen jedoch nicht das Bundesland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023, da die höchste Anzahl von 73917 Fällen in einem anderen Bundesland verzeichnet wurde.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon hatten 63.250 Unfälle Personenschäden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% der Gesamtzahl ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die der Schwerverletzten 11.172 und die der Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








