Ermittlerinnen und Ermittler durchsuchten illegal Zigarettenfabrik im Kreis Mettmann, 21 Festnahmen und Steuerschaden von 3,5 Millionen Euro.
Kreis Mettmann: Illegal Zigarettenfabrik in NRW entdeckt

Düsseldorf / Essen (ost)
Am 22.09.2026 wurden von Ermittlern des Zollfahndungsamtes Essen im Auftrag der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) drei Standorte in Nordrhein-Westfalen durchsucht, darunter eine illegale Zigarettenfabrik im Kreis Mettmann.
Die gesamte Produktionslinie (Herstellung, Verpackung, Stromversorgung, Abluftreinigung, Tabakverarbeitung, technische Ausrüstung) sowie große Mengen an Vorprodukten (Rohtabak, Filter- und Zigarettenpapier, gefälschte Verpackungen für verschiedene Marken) wurden beschlagnahmt. Es wurden über elf Tonnen Tabak und mehr als elf Millionen fertige Zigaretten verschiedener Marken sichergestellt, was zu einem geschätzten Steuerschaden von etwa 3,5 Millionen Euro führte.
In der Halle wurden 19 Personen aus Osteuropa überrascht und festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurden sie am 23.09.2026 dem Haftrichter beim Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.
Zwei Hauptverdächtige aus Osteuropa wurden am Morgen des 22.09.2026 festgenommen, und ihre Wohnung im Raum Wuppertal wurde durchsucht. Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sowie über 50.000 Euro Bargeld sichergestellt. Ein Lastwagen als Tatmittel wurde am Niederrhein beschlagnahmt.
Im Mai 2026 erhielt das Zollfahndungsamt Essen Hinweise auf eine illegale Zigarettenproduktion im Kreis Mettmann, was zu Ermittlungen führte. Es wurde festgestellt, dass eine Gruppe mutmaßlich aus Osteuropa stammender Täter eine Anlage betrieb, um gefälschte Zigaretten herzustellen. Es wird vermutet, dass seit Mai 2026 über 130 Millionen unversteuerte Zigaretten produziert wurden, was zu einem geschätzten Steuerschaden von 28 Millionen Euro führte. Die Ermittlungen dauern an.
Die illegalen Zigarettenfabrik wurde professionell umgebaut, um das Risiko der Entdeckung zu minimieren.
Etwa 350 Beamte der Zollverwaltung, Bundespolizei und Technisches Hilfswerk waren an dem Einsatz beteiligt, der mehrere Tage dauerte.
Die Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Essen – Dienstsitz Köln – im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf – ZeOS NRW – fortgesetzt.
Die 21 Verdächtigen werden der bandenmäßigen Steuerhinterziehung und gewerbsmäßigen Steuerhehlerei verdächtigt. Die Strafen für diese Straftaten können bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe betragen.
Weitere Informationen können aufgrund des Steuergeheimnisses derzeit nicht bekannt gegeben werden. Hinweis: Die Beschuldigten gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.
Quelle: Presseportal








