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Kreis Paderborn: Telefonbetrug als „Falsche Polizeibeamte“

Telefonbetrüger erbeuteten fünfstelligen Geldbetrag bei einer Frau im Kreis Paderborn, indem sie sich als Polizeibeamte ausgaben. Polizei warnt vor „Schockanrufen“.

Foto: unsplash

Kreis Paderborn (ost)

Am Mittwoch, den 25. Februar, haben Telefonbetrüger gegen 15.20 Uhr einer 55-jährigen Frau im Kreis Paderborn einen hohen Geldbetrag gestohlen, indem sie sich als falsche Polizeibeamte ausgaben. Es wird dringend vor diesen „Schockanrufen“ gewarnt.

Die Dame erhielt um 14:50 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine vermeintliche Polizistin behauptete, dass ihre Tochter in einen Autounfall verwickelt war. Dabei sei sie über eine rote Ampel gefahren und habe eine schwangere Frau angefahren, die auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben sei. Im Hintergrund war das Weinen einer Frau zu hören.

Die Tochter sei inhaftiert und sie könne sie gegen eine Kaution freilassen. Anschließend fragte die falsche Beamtin nach den Kontodaten der Angerufenen sowie nach ihrer Handynummer. Bei einem erneuten Anruf betonte die Betrügerin, dass die Frau mit niemandem über den Vorfall sprechen dürfe.

Die Betrüger hielten ihr Opfer über das Handy solange in der Leitung, bis die Frau den Geldbetrag von der Bank abgeholt und sich dann mit einem Abholer getroffen hatte. Dieser gab sich als angeblicher Staatsanwalt aus und war etwa 1,80 Meter groß, kräftig, in Schwarz gekleidet, mit schwarzen Haaren und einem Drei-Tage-Bart. Er stellte sich als Diekmann oder Diermann vor und sprach ansonsten nicht.

Erst nachdem die Frau das Geld übergeben hatte, wurde sie misstrauisch, da sie immer noch unter dem Eindruck des Anrufs stand, und informierte ihren Ehemann sowie ihre richtige Tochter, die sie über den Betrug aufklärte.

Die Polizei warnt nachdrücklich vor den hinterhältigen Machenschaften der Telefonbetrüger. Auch Familienmitglieder werden gebeten, ältere Verwandte regelmäßig aufzuklären. Die Opfer werden über einen längeren Zeitraum systematisch emotional unter Druck gesetzt, und künstliche Intelligenz lässt das Weinen im Hintergrund von vermeintlichen Töchtern, Söhnen oder Enkeln erschreckend realistisch erscheinen.

Die Polizei Paderborn hat umfangreiche Informationen im Internet veröffentlicht: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang, wobei im Jahr 2022 29667 Fälle registriert wurden, während es im Jahr 2023 nur 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 im Jahr 2022 auf 8126 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 im Jahr 2022 auf 7062 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 4478 männlich, 2145 weiblich und 2072 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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