Die Polizei Recklinghausen führte eine mehrtägige Schwerpunktaktion durch, um illegale Fahrzeugvermietungen aufzudecken. 78 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 44 Maßnahmen getroffen.
Kreis Recklinghausen: Hochmotorisierte Fahrzeuge im Visier

Recklinghausen (ost)
Letzte Woche führte die Polizei Recklinghausen eine mehrere Tage dauernde Schwerpunktaktion in Herten, Recklinghausen, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel und Datteln durch. Der Schwerpunkt lag auf hochmotorisierten und hochpreisigen Fahrzeugen – mit dem klaren Ziel, illegale gewerbliche Fahrzeugvermietungen aufzudecken.
Spezialisierte Teams führten Kontrollen jeweils am späten Nachmittag bis in die Nacht durch. Insgesamt wurden 78 Fahrzeuge angehalten und überprüft. Die Polizistinnen und Polizisten achteten nicht nur auf den technischen Zustand der oft hochmotorisierten Fahrzeuge, sondern auch auf die Fahrtüchtigkeit der Fahrer.
Insgesamt wurden 44 Maßnahmen ergriffen, darunter neun Strafanzeigen, zwei Blutproben und zwei Fahrzeugbeschlagnahmungen.
Neben Verstößen im Zusammenhang mit möglicher illegaler Fahrzeugvermietung gerieten auch Fahrzeughalter und Fahrer ins Visier, die unzulässige technische Änderungen (illegales Tuning) an ihren Autos vorgenommen hatten. Die Einsatzkräfte stellten mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen aus, führten Kontrollberichte und verhängten verschiedene Verwarnungen.
Ein besonders auffälliger Fall: Die Beamten bemerkten einen Ford Mustang, der offensichtlich zu laut war. Bei der Messung wurde ein Wert von 107 Dezibel festgestellt – das Fahrzeug wurde sofort sichergestellt.
Zusätzlich zogen die Einsatzkräfte einen Mercedes-Fahrer aus dem Verkehr, der keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Ebenso wurde ein mutmaßlich alkoholisierter E-Scooter-Fahrer gestoppt – gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Die Polizei wird auch zukünftig Kontrollen durchführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und illegale Geschäftsmodelle konsequent zu bekämpfen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 3.764, was 0,59% der Gesamtzahl entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








