Spezialisierte Kräfte der Polizei haben in der vergangenen Woche verstärkt Lkw-Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden mehrere gravierende Verstöße festgestellt. In verschiedenen Städten im Kreis Recklinghausen wurden unsichere Ladungen und Verstöße gegen fahrpersonalrechtliche Vorschriften entdeckt.
Kreis Recklinghausen: Polizei stellt Verstöße bei Ladungssicherung fest

Recklinghausen (ost)
Spezialisierte Einsatzkräfte der Polizei führten in der vergangenen Woche verstärkt Kontrollen bei Lastkraftwagen durch. Dabei wurden mehrere schwerwiegende Verstöße festgestellt.
In Haltern am See überprüften Einsatzkräfte einen Lastwagen, bei dem mehrere Mängel festgestellt wurden. Ein Container, beladen mit Bauschutt, war nicht ordnungsgemäß gesichert und der Schutt ragte über den Rand des Containers hinaus, was eine Gefahr für den nachfolgenden Verkehr darstellte. Zudem wurden zwei Verstöße gegen fahrerrechtliche Vorschriften festgestellt, wie beispielsweise eine Überschreitung der Lenkzeit oder eine Kürzung der Ruhezeit. Die Fahrt wurde an der Kontrollstelle gestoppt.
In Dorsten wurde ein Fahrzeug mit Anhänger (Fahrzeugkombination) in einer Verkehrskontrolle überprüft. Das vorgeschriebene Kontrollgerät, das unter anderem die Lenk- und Ruhezeiten aufzeichnet, fehlte. Der Fahrer, der auf dem Weg nach Belgien war, musste eine Kaution hinterlegen.
In Marl kontrollierten die Spezialkräfte einen Autotransporter, der Richtung Polen unterwegs war. Ein Auto auf dem Transporter war unzureichend gesichert. Es wurden zudem zwei Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht festgestellt. Der Fahrer musste – ähnlich wie in Dorsten – eine Kaution hinterlegen und durfte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Unsachgemäß gesicherte Ladung ist gefährlich: Verschiebende oder herunterfallende Ladung kann bereits bei normalen Fahrmanövern zu schweren Verkehrsunfällen führen. Gleichzeitig dienen die Regelungen zu Lenk- und Ruhezeiten dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer, da sie Übermüdung am Steuer vorbeugen sollen.
Die Polizei Recklinghausen wird auch zukünftig gezielt Kontrollen durchführen. Das Ziel ist nicht nur, Verstöße konsequent zu bestrafen, sondern vor allem Unfälle zu verhindern und die Sicherheit auf den Straßen im Kreis Recklinghausen und in Bottrop nachhaltig zu verbessern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden beliefen sich auf 13.559 Fälle (2,13%). Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 3.764 Fälle aus (0,59%). Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 556.792 (87,36%). Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








