Ein Wohnmobil ohne Windschutzscheibe und Scheiben wurde gestoppt. Fahrer nicht angeschnallt, Fahrzeug in desolatem Zustand.
Kreis Soest: Luftiges Wohnmobil bei Schwerpunkteinsatz gestoppt

Lippstadt (ost)
Ein äußerst fragwürdiger Ersatz für die fehlende Klimaanlage wurde vom Fahrer eines Wohnmobils gewählt, das der Polizei am Freitag (10. Juli) in Lippstadt auffiel.
Während eines Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen an der Weißenburger Straße waren die Beamten erstaunt, als ein Wohnmobil ohne Windschutzscheibe und alle anderen Scheiben entgegenkam. Daher stoppten die Einsatzkräfte das Wohnmobil sofort und stellten fest, dass der Fahrer nicht angeschnallt war.
Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich eher um einen rollenden Schrotthaufen als um ein Wohnmobil handelte. Das Fahrzeug war in einem derart desolaten Zustand, dass es so weit von der Verkehrssicherheit entfernt war wie die Deutsche Fußballnationalmannschaft vom WM-Titel 2026. Daher untersagten die Beamten die Weiterfahrt und erstatteten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.
Auch wenn die Vorstellung einer besonders “luftigen” Fahrt bei sommerlichen Temperaturen verlockend sein mag: Fahrzeuge müssen immer den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und verkehrssicher sein. Das Fehlen der Windschutzscheibe stellt nicht nur einen Verstoß gegen die Zulassungsvorschriften dar, sondern birgt auch erhebliche Sicherheitsrisiken.
Weitere Ergebnisse des Einsatzes: 17 Verkehrsteilnehmer wurden wegen überhöhter Geschwindigkeit erwischt und mussten Verwarnungen zahlen. 26 weitere Verwarnungen wurden wegen anderer Verkehrsverstöße ausgestellt. Ein 34-jähriger Lippstädter wurde auf der Erwitter Straße erwischt, weil er offenbar unter Drogeneinfluss auf einem E-Scooter fuhr. Ein freiwilliger Drogentest war positiv auf Cannabis und Amphetamine. Dem 34-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Insgesamt wurden vier Autos entdeckt, die vom Straßenverkehrsamt zur Entstempelung ausgeschrieben waren, da sie nicht mehr über die erforderliche Haftpflichtversicherung verfügten. Die entsprechenden Kennzeichen wurden zur Verhinderung weiterer Straftaten sichergestellt.
Neben der konsequenten Verfolgung von Verstößen nutzten die Beamten den Einsatz auch für zahlreiche aufklärende Gespräche zur Verkehrssicherheit. Erfreulich war, dass der Großteil der Verkehrsteilnehmer sich regelkonform verhielt. Auch in Zukunft werden solche Einsätze im Kreis Soest durchgeführt, um gegen Verkehrssünder vorzugehen und die Verkehrssicherheit im gesamten Kreisgebiet zu verbessern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren in 3.764 Fällen zu verzeichnen, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 450, Schwerverletzten bei 11.172 und Leichtverletzten bei 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








