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Kreuztal: Flucht nach Unfall ohne Führerschein

22-Jähriger unter Drogen und Alkohol verursacht Unfall, flüchtet und wird von Polizei gestellt.

Foto: Depositphotos

Kreuztal (ost)

Erst quietschende Reifen, dann ein lauter Knall. So schilderte am späten Dienstagabend (07. April) ein „Knallzeuge“ einen Verkehrsunfall in der Marburger Straße. Der Unfallfahrer flüchtete mit dem stark beschädigten Pkw. Wenig später saß er bereits im Polizeifahrzeug.

Gegen 23:47 Uhr war der 22-Jährige in einem geliehenen Ford Mondeo auf der Marburger Straße in Richtung Zentrum (Rathaus) unterwegs. Im Fahrzeug befanden sich zudem noch zwei junge Frauen. In einer Linkskurve kam der junge Mann mit dem Mondeo aufgrund stark überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Straßenlaterne. Aufgrund der Wucht der Kollision brach diese ab. Der Wagen prallte wenige Meter später gegen die Ecke einer Hauswand. Trotz der massiven Beschädigung des Mondeo fuhr der 22-Jährige anschließend noch weiter bis in die Tiefgarage des Kreuztaler Rathauses. Dort stellte er das Unfallfahrzeug ab und verließ mit den beiden Frauen die Tiefgarage.

Die zwischenzeitlich alarmierte Polizeistreife traf bereits kurz darauf in der Tiefgarage ein. Der Mondeo hatte aufgrund der auslaufenden Betriebsstoffe, unter anderem Öl, eine gut sichtbare Spur hinterlassen. Zunächst versuchte der Unfallfahrer noch, zu Fuß über die Grabenstraße zu flüchten. Er konnte jedoch nach wenigen Metern durch die Beamten eingeholt und gestellt werden. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Ordnungshüter fest, dass der junge Mann deutlich unter Alkoholeinfluss stand. Zudem räumte er den Konsum von Drogen ein. Daher musste der 22-Jährige im Streifenwagen Platz nehmen und mit zur Polizeiwache Kreuztal fahren. Dort entnahm ihm ein Arzt zwei Blutproben zum Nachweis des Alkohol- und Drogenkonsums.

Die weitere Überprüfung ergab, dass er sich das Fahrzeug ausgeliehen hatte. Eine gültige Fahrerlaubnis hatte der Mann allerdings nicht. Die Polizisten stellten den Mondeo sicher.

Bei dem Unfall verletzten sich der 22-Jährige sowie eine 20-jährige Mitinsassin leicht. Der Gesamtsachschaden dürfte sich auf fast 20.000 Euro belaufen. Das Verkehrskommissariat hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Vor dem Hintergrund des Unfalls appelliert die Polizei: „Alkohol und/oder Drogen gehören nicht ans Steuer. Oftmals führt der Konsum zu einer enthemmten und risikoreichen Fahrweise, so wie auch in diesem Fall. Und nicht immer ist es „nur“ eine Straßenlaterne oder eine Hauswand, die unmittelbar dabei zu Schaden kommen.“

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg im Jahr 2023 auf 57.879. Von den Verdächtigen waren 2022 49.610 männlich und 6.757 weiblich, während es im Jahr 2023 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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