Ermittler kontrollierten Goldankaufsstellen in Köln-Kalk und pfändeten Bargeld, Gold und Uhren. Verdacht auf Geldwäsche, offene Forderungen festgestellt.
Langenfeld: Gemeinsame Kontrollen zur Bekämpfung von Finanz- und Straßenkriminalität

Köln (ost)
Während gemeinsamer Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche, illegalen Bargeldtransfers, Schwarzarbeit und Sozialbetrug haben Ermittler der Polizei Köln zusammen mit Vertretern der Geldwäscheprävention der Bezirksregierung Köln, dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität sowie dem Ordnungsamt und der Kämmerei der Stadt Köln Goldankaufsstellen im Stadtteil Kalk überprüft und dabei Bargeld, Gold sowie wertvolle Uhren beschlagnahmt.
Der Fokus des Einsatzes lag auf dem “Goldankauf” basierend auf Erkenntnissen des Projekts “HAIFINS” zur Bekämpfung illegaler Finanzsysteme des Landeskriminalamts NRW sowie der Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo) der Städte Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld, die gemeinsam gegen Clankriminalität, Sozialleistungsmissbrauch und Geldwäsche vorgehen.
Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche wurden eingeleitet
Während der Überprüfung von vier Goldankaufsgeschäften und einem Leihhaus in Köln-Kalk entdeckten die Einsatzkräfte in einem der Geschäfte etwa 120.000 Euro Bargeld und leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche ein. Die städtische Kämmerei stellte zudem offene Forderungen von etwa 90.000 Euro gegen einen Inhaber fest. Dieser zahlte vor Ort 30.000 Euro. Weitere wertvolle Uhren und Feingoldbarren wurden beschlagnahmt. Außerdem wurde eine gefälschte Luxusuhr sichergestellt. Die Bezirksregierung Köln wird gegen drei der überprüften Objekte Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Verstößen gegen das Geldwäschegesetz einleiten.
Straßenkriminalität: Festnahme einer vermutlichen Dealerin
Bei einer verdächtigen Dealerin (52) stellten Polizisten Heroin und Dealgeld sicher. Bei einer anschließend richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten etwa 200 Gramm Heroin, ein Messer und weiteres Bargeld – Festnahme!
Bei der Durchsuchung der Wohnung eines weiteren vermutlichen Dealers beschlagnahmten die Einsatzkräfte verschiedene Drogen (Heroin, Kokain, Haschisch) sowie Bargeld.
Zusätzlich überprüften die Einsatzkräfte Spielhallen als bekannte Rückzugsorte von Straftätern sowie gewerbliche Fahrdienste. (as/de)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56367 auf 57879, wobei die meisten davon männlich waren. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 18722 nicht-deutsche Verdächtige erfasst. Trotz des Anstiegs der Drogenraten in Nordrhein-Westfalen liegt die Region immer noch hinter der Region mit den meisten aufgezeichneten Fällen von Drogenkriminalität in Deutschland im Jahr 2023, die insgesamt 73917 Fälle verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








