Ein Wohnhaus in Dörentrup-Bega wurde durch eine Explosion zerstört. Trotz intensiver Rettungsmaßnahmen konnte eine leblose Person nur noch geborgen werden.
Lemgo: Explosion und Großbrand in Wohnhaus, eine Person tot aufgefunden

Dörentrup (ost)
Dörentrup-Bega. In den frühen Morgenstunden des Samstags um 00:34 Uhr wurden die Feuerwehr Dörentrup, der Rettungsdienst und die Polizei zu einem „Dachstuhlbrand mit Menschenleben in Gefahr“ in Bega alarmiert. Mehrere Anrufer hatten zuvor einen lauten Knall gehört. In einem Wohnhaus kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Explosion. Schon auf dem Weg erhielten die Einsatzkräfte Hinweise darauf, dass sich möglicherweise eine unbestimmte Anzahl von Personen zum Zeitpunkt des Vorfalls im Gebäude befand.
Beim Eintreffen stand der Dachstuhl und das Obergeschoss des Gebäudes bereits in Vollbrand; große Teile der Bausubstanz waren eingestürzt. Ein Innenangriff war aufgrund der massiven Zerstörung nicht möglich und wurde abgebrochen. Das Feuer wurde von außen mit drei C-Rohren und einem Wenderohr bekämpft und schnell unter Kontrolle gebracht.
Im Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion vier von insgesamt fünf gemeldeten Bewohnern nicht im Gebäude aufhielten. Aufgrund der Einsturzgefahr und immer wieder auftretender Glutnester wurde die Drohneneinheit der Feuerwehr Lemgo zur Lageerkundung nachalarmiert.
Außerdem unterstützten die Feuerwehr Barntrup mit 3 Fahrzeugen und zusätzlichen Atemschutzgeräteträgern, das Technische Hilfswerk (THW) mit zwei Baufachberatern aus Halle und Paderborn, das Einsatzstellensicherungssystem (ESS) aus Bielefeld, die Bergungsgruppe aus Lemgo, einen Radbagger aus Bünde sowie weitere Fachkräfte die vor Ort eingesetzten Kräfte. Die Kriminalpolizei war mit Brandermittlern und Personenspürhunden vor Ort, nachdem Hinweise darauf vorlagen, dass sich die vermisste Person noch im Trümmerbereich befinden könnte. Der Energieversorger trennte das Gebäude unter Einsatz eines Saugbaggers von der Strom- und Gasversorgung.
Aufgrund der Witterung froren Löschwasser auf Wegen und Zufahrten. Der Bauhof der Gemeinde Dörentrup wurde zur Unterstützung gerufen.
Am Samstagnachmittag schlug der Personenspürhund an einer Stelle in den Trümmern an. Diese wurde mit Hilfe des THW-Radbaggers freigeräumt; unter den Trümmern wurde eine leblose Person gefunden und anschließend von den Brandermittlern geborgen. Nach der Bergung entfernte das THW die einsturzgefährdeten Bereiche des Gebäudes, wobei versteckte Glutnester erneut aufflammten und gelöscht wurden. Anschließend wurde die Einsatzstelle mit Bauzäunen und Absperrbarken gesichert.
Gegen 21:00 Uhr am Samstagabend konnten die letzten Maßnahmen abgeschlossen und alle Einsatzkräfte entlassen werden. Aufgrund der Witterung und der erheblichen Zerstörungen zogen sich die Arbeiten über den gesamten Tag hin. Angehörige, Nachbarn und Einsatzkräfte wurden vor Ort von der Notfallseelsorge und einem PSU-Team betreut.
Die Ursache der Explosion und die Identität der gefundenen Person sind derzeit unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Feuerwehr Dörentrup dankt allen beteiligten Organisationen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt auch den Anwohnern im Bereich der Einsatzstelle, die die Kräfte aufgrund der Witterungsbedingungen über viele Stunden hinweg freiwillig mit warmen und kalten Getränken sowie einer warmen Mahlzeit unterstützt haben.
Quelle: Presseportal








