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Lemgo: Tiefe Sonne blendet – 75-Jähriger schwer verletzt

Die blendende Sonne verursachte gestern zwei Unfälle in Lügde-Rischenau und Lemgo. Die Polizei warnt vor erhöhtem Unfallrisiko und gibt Sicherheitstipps.

Foto: Depositphotos

Lippe (ost)

Zurzeit steht die Sonne morgens und nachmittags oft so tief, dass sie Verkehrsteilnehmer stark blenden kann. Gestern (12.08.2026) wurden der Polizei zwei Unfälle gemeldet, bei denen die Sonne eine Rolle spielte:

In Lügde-Rischenau wurde ein 75-Jähriger beim Unkrautjäten in einer Hofeinfahrt in der Hauptstraße vermutlich aufgrund der blendenden Sonne von einem 85-jährigen Autofahrer übersehen. Das Auto fuhr dem Mann über den Fuß, der daraufhin stürzte und schwer verletzt wurde. In Lemgo fuhr laut ersten Erkenntnissen ein geblendeter 29-jähriger Autofahrer auf ein abbremsendes Fahrzeug eines 63-Jährigen auf der Herforder Straße auf, dessen Auto auf den Wagen eines 56-Jährigen geschoben wurde, der gerade abbiegen wollte. Der 63-Jährige wurde leicht verletzt.

Die Polizei warnt: Fußgänger, Radfahrer, Verkehrszeichen, Ampeln und andere Fahrzeuge werden bei tiefer Sonne leicht übersehen, das Unfallrisiko steigt! Achten Sie daher darauf, eine saubere Sonnenbrille zu tragen, schalten Sie das Abblendlicht ein, halten Sie die Scheiben Ihres Fahrzeugs innen und außen sauber und füllen Sie regelmäßig Wischwasser nach. Für alle gilt außerdem, fahren Sie vorausschauend und mit ausreichendem Abstand. Wenn die Sonne blendet, reduzieren Sie die Geschwindigkeit – egal mit welchem Verkehrsmittel Sie unterwegs sind.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Unfälle aus, was 2.13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen gemeldet, was 0.59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556792, was 87.36% aller Unfälle ausmacht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17437 Unfälle (2.74%) und auf Autobahnen 6889 Unfälle (1.08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte wurden 11172 und Leichtverletzte 68000 Personen gezählt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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