Eine Seniorin aus Lindlar wurde von einem angeblichen Arzt betrogen, der vorgab, dass ihre Tochter im Krankenhaus sei und dringend Geld benötige.
Lindlar: 83-Jährige gibt hohe Summe an Betrüger aus

Lindlar (ost)
Am Donnerstag (17. September) wurde eine 83-jährige Frau aus Lindlar gegen 13 Uhr von einer vermeintlichen Ärztin des Kreiskrankenhauses Gummersbach angerufen. Diese informierte die Rentnerin darüber, dass ihre Tochter eingeliefert wurde und dass bei ihr Krebs im Endstadium diagnostiziert wurde. Ein Betrüger übernahm das Gespräch und gab sich als Professor Doktor des Krankenhauses in Gummersbach aus. Er erklärte der 83-Jährigen, dass ein lebenswichtiges Medikament aus der Schweiz beschafft werden müsse und dass dafür eine sechsstellige Summe erforderlich sei. In Sorge um ihre Tochter bot die Frau aus Lindlar eine mittlere fünfstellige Summe an.
Gegen 14:30 Uhr kam eine angebliche Mitarbeiterin des Krankenhauses an der Tür der Seniorin an und das Geld wurde übergeben. Die Abholerin wurde als etwa 1,65 m groß, etwa 40 Jahre alt und mit süd-/osteuropäischem Aussehen beschrieben. Die Unbekannte hatte dunkle Haare und einen gebräunten Teint.
Ungefähr eine halbe Stunde später besuchte die Tochter der älteren Dame ihre Mutter. Die 83-Jährige erschrak, da sie dachte, ihre Tochter sei im Krankenhaus. Die Seniorin erzählte ihrer Tochter, was passiert war, woraufhin diese sofort die Polizei informierte.
Der Betrug ereignete sich in der Ortschaft Kapellen-Süng in Lindlar im Bereich der Straßen “Anton-Esser-Straße/Schulweg/Mühlenweg und Am Mühlenberg”. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Bei sogenannten Schockanrufen rufen Betrüger in der Regel ältere Menschen an und geben sich als Familienmitglieder (meist Tochter/Sohn oder Enkel) oder als Ärzte aus. Die Kriminellen täuschen eine Notlage vor, wie einen schweren Autounfall oder eine Krankheit. Der Betrüger erklärt dann, dass Geld oder Wertsachen benötigt werden, beispielsweise um eine Kaution zu hinterlegen oder eine Krankenhausbehandlung zu bezahlen.
Es gelingt Telefonbetrügern immer wieder, auf diese Weise Geld zu ergaunern. Die Polizei empfiehlt, immer direkt mit dem genannten Familienmitglied, am besten über die bekannte Telefonnummer, Kontakt aufzunehmen, um die Angaben zu überprüfen. Wenn Geld oder Wertsachen gefordert werden, ist davon auszugehen, dass der Anrufer nichts Gutes im Schilde führt. In einem solchen Fall ist das Einzige Richtige: Auflegen und die Polizei informieren.
Quelle: Presseportal








