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Linnich: 17-Jähriger flüchtet mit selbstgebasteltem Versicherungskennzeichen vor Polizei

Ein Jugendlicher aus Linnich flüchtete vor der Polizei, nachdem er mit einem selbstgefertigten Versicherungskennzeichen erwischt wurde.

Foto: unsplash

Düren (ost)

Am Dienstagmorgen (12.05.2026) bemerkten Polizeibeamte gegen 09:15 Uhr während einer Streifenfahrt auf der Bismarckstraße einen Fahrer eines Elektrokleinstfahrzeugs, der eine rote Ampel überfuhr. Bei der nachfolgenden Überprüfung stellte sich heraus, dass an dem Fahrzeug ein offensichtlich selbstgemachtes Versicherungskennzeichen angebracht war.

Als die Beamten versuchten, den Fahrer anzuhalten, flüchtete er mit dem E-Scooter. Während der Flucht überquerte er die Straße trotz Gegenverkehrs, fuhr teilweise entgegen der Fahrtrichtung und zwang einen anderen Verkehrsteilnehmer zu einer Bremsung, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Der Fahrer konnte schließlich gestoppt und überprüft werden. Es handelte sich dabei um einen 17-jährigen aus Linnich.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Versicherungskennzeichen aus Papier hergestellt und mit Klebeband befestigt worden war. Es gab keine gültige Versicherung. Der Jugendliche gab an, das Kennzeichen selbst gebastelt zu haben.

Das gefälschte Versicherungskennzeichen wurde beschlagnahmt.

Der 17-Jährige wird nun strafrechtlich verfolgt, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Urkundenfälschung.

Die Polizei sucht den Fahrer, der aufgrund des Verhaltens des 17-Jährigen stark abbremsen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dieser wird als wichtiger Zeuge betrachtet und wird gebeten, sich unter der Rufnummer 02421 949-0 bei der Polizei Düren zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden 3.764 Mal registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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