Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Lintorf: 55-Jährige bei „Kettentrick“ bestohlen

Eine 55-jährige Frau wurde in Ratingen-Lintorf von zwei Frauen umarmt, während diese ihren Schmuck stahlen. Die Polizei warnt vor dieser Masche.

Symbolbild: Die Polizei warnt vor der Masche des Kettentricks.
Foto: Presseportal.de

Ratingen (ost)

Wie schon mehrmals in den letzten Wochen berichtet wurde, gibt es derzeit vermehrt Schmuckdiebstähle im gesamten Kreis Mettmann. Dabei umarmen die Täterinnen oder Täter ihre Opfer unter einem Vorwand und stehlen gleichzeitig Hals- oder Armschmuck. Das Ereignis ereignete sich auch am Montagmittag, 8. Juni 2026, in Ratingen-Lintorf, als sowohl die Halskette als auch die Armbanduhr einer 55-Jährigen gestohlen wurden. Die Polizei warnt erneut nachdrücklich vor der Masche des sogenannten „Kettentricks“.

Das sind die ersten Erkenntnisse:

Eine 55-jährige Frau aus Ratingen wurde gegen 12:30 Uhr an der Einmündung Am Kohlendey / Am Heck von zwei Frauen angesprochen und nach dem Weg gefragt. Sie verwickelten die Ratingerin in ein Gespräch und umarmten sie am Ende vermeintlich zum Dank. Danach entfernten sich die Frauen in unbekannte Richtung.

Erst später bemerkte die 55-Jährige, dass sowohl ihre hochwertige Armbanduhr als auch eine goldene Halskette gestohlen worden waren.

Die Ratingerin erstattete folgerichtig Anzeige bei der Polizei und die Kriminalpolizei ermittelt.

Die etwa 35 bis 40 Jahre alten Täterinnen können wie folgt beschrieben werden:

1. Frau

2. Frau

Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise: Wer hat die Situation an der Einmündung Am Kohlendey / Am Heck am Montagmittag beobachtet und kann weitere Hinweise zu den zwei Frauen machen? Die Polizei Ratingen ist unter der Nummer 02102 9981-6210 zu erreichen.

Die Polizei nutzt den aktuellen Vorfall, um vor den sich zurzeit häufenden Fällen mit dem sogenannten „Kettentrick“ zu warnen:

So funktioniert der Kettentrick:

Die Kriminellen handeln meist alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen gezielt nach älteren Menschen, die auffälligen Schmuck tragen.

Der Kontakt

Die Taten finden normalerweise im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand treten die Kriminellen hier in Kontakt mit ihren Opfern. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Oft erfolgt die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus.

Körperliche Nähe

Die Kriminellen täuschen eine übertriebene Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nutzen diese Dankbarkeit als Vorwand, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (zum Beispiel Kette, Armband, Ring) zu machen. Durch die Übertreibung in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, suchen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme berühren. In manchen Fällen wird aber auch einfach der Schmuck ohne Austausch gestohlen.

Der Diebstahl

Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie gleichzeitig den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später.

Die Polizei empfiehlt:

Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Verteidigen Sie, wenn nötig, energisch Ihren persönlichen Raum. Suchen Sie zudem aktiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Informieren Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu geben.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24