Ein 51-jähriger Deutscher verbreitete rechtsradikale Parolen in Soest und Lippstadt, was zu Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung führte.
Lippstadt: Rechtsradikale Parolen in Fußgängerzonen

Soest/Lippstadt (ost)
Am Dienstag (17. März) rief ein 51-jähriger Deutscher rechtsradikale Parolen in Soest und Lippstadt. Es laufen strafrechtliche Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen ihn.
Zum ersten Mal wurde der Lippstädter gegen 12:30 Uhr in der Brüderstraße in Soest auffällig. Ein Bürger informierte Polizeibeamte, die mit dem Ordnungsamt die Innenstadt patrouillierten, über einen Mann, der laut durch die Fußgängerzone lief. Als der 51-Jährige die Beamten beim Drogeriemarkt Müller sah, rief er: „Deutschland den Deutschen“. Sie kontrollierten ihn und erteilten ihm einen Platzverweis.
Kurz darauf sorgte der Lippstädter für einen weiteren Vorfall: Wenige hundert Meter entfernt beobachtete eine Mitarbeiterin eines Geschäfts, wie er mehrmals „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ rief, während er mit erhobenen Armen in Richtung Bahnhof lief. Die Beamten trafen ihn jedoch nicht mehr vor Ort an.
In der Zwischenzeit begab sich der 51-Jährige nach Lippstadt: Gegen 14:40 Uhr wurde der Polizei erneut ein Mann gemeldet, der rechtsradikale und ausländerfeindliche Parolen rief. Zeugen zufolge schrie er unter anderem „Sieg Heil“, „Heil Hitler“, „Scheiß Kanacken“ und „Ausländer raus“ – auch in Richtung einer Jugendlichen mit Kopftuch und eines Döner-Ladens.
Die Beamten trafen den Lippstädter in der Lange Straße an. Da er betrunken wirkte, wurde ein freiwilliger Atemalkoholtest durchgeführt, der einen Wert von 1,7 Promille ergab. Dem 51-Jährigen wurde erneut ein Platzverweis erteilt. Außerdem wurde ihm von den Beamten gedroht, dass er bei weiteren Verstößen in Gewahrsam genommen würde.
Der Staatsschutz wurde über die Vorfälle informiert. Die laufenden Ermittlungen werden fortgesetzt.
Quelle: Presseportal








