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Lippstadt: Verhandlung mit Auto, Polizei sichert Schlüssel

Ein Mann fuhr zum Gericht, wurde erneut von der Polizei erwischt und positiv auf Drogen getestet. Fahrzeugschlüssel wurden aus Sicherheitsgründen eingezogen.

Foto: Depositphotos

Lippstadt (ost)

Ein 43-jähriger Warsteiner fuhr am Donnerstag (10.09.2026) mit seinem Auto zum Amtsgericht Lippstadt, um an seiner Hauptverhandlung wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz teilzunehmen. Danach wurde er erneut von der Polizei ins Visier genommen.

Ein Polizist, der zufällig vor dem Amtsgericht war, erkannte den Beschuldigten und wusste, dass er nicht berechtigt war, ein Fahrzeug zu lenken. Daraufhin rief er seine Kollegen herbei.

Der Mann hatte sein Auto gegen 11:10 Uhr auf dem Parkplatz des Amtsgerichts in der Lipperoder Straße abgestellt. Eine Überprüfung ergab, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis für das Fahrzeug war, das er führte.

Nach Ende des Hauptverhandlungstermins wurde der 43-Jährige um 11:45 Uhr von Polizeibeamten angetroffen. Ein freiwilliger Drogenvortest reagierte positiv auf Amphetamin und Cannabis. Auch ein Atemalkoholtest war positiv.

Dem Mann wurde dann eine Blutprobe entnommen. Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.

Da aufgrund der Gesamtumstände ein erneutes Fahren nicht ausgeschlossen werden konnte, nahmen die Beamten die Fahrzeugschlüssel aus Sicherheitsgründen in Verwahrung.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie möglicher weiterer Verstöße.

Man könnte sagen: Der Weg zur Verhandlung wegen eines ähnlichen Vorwurfs war für den 43-Jährigen offenbar nicht lang genug, um das Thema Autofahren ohne Fahrerlaubnis endgültig abzuschließen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, blieb die Anzahl der Verdächtigen relativ stabil. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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