Polizei kontrolliert überladenen Lkw im Rhein-Sieg-Kreis und verhängt Bußgeld und Punkte in Flensburg.
London: Aktionenwoche Truck & Bus – Polizei zieht überladenen Lkw aus dem Verkehr

Ruppichteroth (ost)
Grenzen überschreiten, um Leben zu schützen! Dies ist das Motto von ROADPOL, dem europäischen Polizeinetzwerk, das darauf abzielt, die Anzahl der Opfer von Verkehrsunfällen zu reduzieren.
ROADPOL steht für „European Roads Policing Network“. Es handelt sich um eine NGO, die aus dem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der EU-Mitgliedsländer mit Sitz in London hervorgegangen ist.
Das Ziel dieses europäischen Verkehrspolizeinetzwerks ist es, nationale Maßnahmen zur Durchsetzung der Verkehrsvorschriften zu koordinieren. Der Hauptfokus liegt auf der Verringerung der Anzahl von Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen.
Am Mittwoch (06. Mai) führte die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis gezielte Kontrollen von Lastwagen und Bussen im Rahmen der Netzwerkarbeit durch. Die Lastwagenkontrollgruppe des Verkehrsdienstes richtete eine Kontrollstelle in der Hauptstraße in Ruppichteroth ein.
Da der Fahrer eines 7,49 Tonnen Kipperlastwagens den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte, wurde er von den Polizisten gestoppt und überprüft. Die speziell geschulten Beamten hatten den Verdacht, dass der Lastwagen, beladen mit Schüttgut (Brecherschutt), möglicherweise überladen war.
Um eine gerichtsverwertbare Überladung im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens nachzuweisen, wurde der Lastwagen zu einer nahegelegenen geeichten Waage eskortiert.
Die Waage zeigte eine Überladung von über 40% an, was mehr als drei Tonnen zu viel geladenem Schutt entspricht. Dem Lastwagenfahrer wurde die Weiterfahrt vor Ort von der Polizei untersagt. Aufgrund der vorhandenen Lieferscheine hätte der Fahrer die Überladung seines Fahrzeugs leicht erkennen können.
Er erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren mit einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro und einem Punkt in Flensburg. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der Mann die Überladung absichtlich in Kauf genommen hatte, verdoppelt sich die Strafe. Die Kontrollen der Lastwagenkontrollgruppe der Polizei Rhein-Sieg-Kreis werden fortgesetzt. (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, das entspricht 0,59%. Die meisten Unfälle, nämlich 87,36%, waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








