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Love Scamming: 69-Jähriger betrogen

Eine angebliche Soldatin betrog einen Mann um einen mittleren vierstelligen Betrag. Die Polizei warnt vor romantischen Beziehungen im Internet und rät zur Strafanzeige.

Foto: unsplash

Hamm (ost)

Ein Mann aus Hamm wurde angeblich von einer Soldatin der Bundeswehr mit der Love Scamming-Masche um einen mittleren vierstelligen Betrag betrogen.

Im März dieses Jahres kam die „Soldatin“, die behauptete, bei einem NATO-Einsatz in Litauen zu sein, über TikTok mit dem Mann in Kontakt. Danach wechselten sie schnell zu einem Messengerdienst. Später schlug die Unbekannte vor, dauerhaft bei dem 69-Jährigen in Deutschland zu leben.

Um die vermuteten Kosten zu decken, überwies das Opfer Geld auf ein angegebenes Konto und kaufte Geschenkkarten, deren Gutscheincodes er der „Soldatin“ mitteilte.

Die Polizei warnt davor: Beim Love Scamming nehmen die Täter oft über soziale Medien Kontakt zu alleinstehenden Personen auf und versuchen, eine romantische Beziehung aufzubauen. Das Ziel dieser Betrüger ist es, das Gegenüber emotional zu beeinflussen, so dass es finanzielle Zuwendungen leistet. Sobald der Betrug bemerkt wird oder keine Zahlungen mehr erfolgen, wird der Kontakt abgebrochen. Die Täter handeln meist aus dem Ausland.

Die Polizei empfiehlt grundsätzlich, keinem unbekannten Menschen Geld zu überweisen oder auf Forderungen einzugehen. Betrüger nutzen oft die Naivität ihrer Mitmenschen im Internet aus. Wenn online Geld von Ihnen verlangt wird, seien Sie misstrauisch und hinterfragen Sie die Forderung kritisch. Sprechen Sie mit Familienmitgliedern oder Freunden und wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.

Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, sollten Sie alle Chatverläufe, E-Mails und Ähnliches sichern und Anzeige erstatten. (rv)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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