Ein vermeintlicher Musiker aus den USA betrog eine 56-jährige Frau aus Hamm um 20.000 Euro. Der Betrug begann über TikTok und endete mit Forderungen nach Apple-Guthabenkarten.
Love Scamming: Amerikanischer Musiker betrügt 56-Jährige um 20.000 Euro

Hamm-Uentrop (ost)
Ein vermeintlicher US-amerikanischer Musiker hat eine 56-jährige Frau aus Hamm durch die sogenannte Love Scamming-Masche um etwa 20.000 Euro betrogen.
Im September 2023 nahm der „Musiker“ über TikTok Kontakt mit der Frau auf. Danach wechselten sie schnell zu einem Messenger-Dienst. Von Anfang an verlangte er unter verschiedenen Vorwänden Zahlungen in Form von Apple-Guthabenkarten.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: Beim Love Scamming nehmen die Täter meist über soziale Netzwerke Kontakt zu alleinstehenden Personen auf und versuchen, eine oft romantische Beziehung aufzubauen. Das Ziel dieser Betrüger ist es, durch das Vortäuschen starker Gefühle das Opfer emotional so zu manipulieren, dass es finanzielle Leistungen überweist. Sobald der Betrug entdeckt wird oder keine Zahlungen mehr erfolgen, wird der Kontakt abgebrochen. Die Täter handeln dabei in den meisten Fällen aus dem Ausland.
Die Polizei empfiehlt grundsätzlich, keinem Menschen, den man nicht persönlich getroffen oder gesehen hat, Geld zu überweisen oder auf andere Forderungen einzugehen. Besonders im Internet nutzen Betrüger die Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen aus. Wenn online Geld von Ihnen gefordert wird, bleiben Sie skeptisch und prüfen Sie die Forderung sorgfältig. Suchen Sie Rat bei Familienmitgliedern oder Freunden und wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.
Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, empfiehlt die Polizei, alle Chatverläufe, E-Mails und ähnliches zu speichern und Strafanzeige zu erstatten.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/. (bf)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 an. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen (4726) höher war als die der weiblichen Verdächtigen (2336). Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2159 fast konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








