Die Polizei hat einen überladenen Autotransporter aus dem Verkehr gezogen. Das Fahrzeug wies 39 gravierende Mängel auf, die eine Weiterfahrt unmöglich machten.
Lüdenscheid: Autotransporter gestoppt

Lüdenscheid (ost)
Am Tag vor gestern hat die Polizei einen völlig überladenen Autotransporter mit Anhänger angehalten und außer Betrieb genommen. Eine Streife bemerkte das Fahrzeug auf der Brunscheider Straße. Der Fahrer gab an, dass er nach Polen fahren wollte. Nach der Überprüfung wurde jedoch deutlich: Mit diesem Fahrzeug wäre er dort wohl kaum sicher angekommen.
Die Beamten fielen auf das Fahrzeug aufgrund seines äußerst schlechten äußeren Zustands. Außerdem war der Transporter so tief, dass er fast den Boden berührte. Bei der Überprüfung passte kaum die Hand eines Polizisten unter das Auto (Foto). Die Beamten begleiteten den Transporter daher zu einer Prüfstelle, wo ein Sachverständiger das Fahrzeug eingehend untersuchte. Das Ergebnis: Das Auto durfte keinen Meter mehr fahren.
Der Prüfer entdeckte insgesamt 39 Mängel. 14 davon waren so schwerwiegend, dass sie als gefährlich und verkehrsunsicher eingestuft wurden. Die Reifen waren so stark abgenutzt, dass bereits das innere Metallgewebe sichtbar war. Die Bremsen hatten weniger als 50% der erforderlichen Bremswirkung. Weder die Betriebsbremsauflage noch die Auflaufbremse waren vorhanden. Die Anhängerkupplung war so marode, dass die Gefahr bestand, dass sich der Anhänger jederzeit hätte lösen können. Auch unter dem Fahrzeug gab es schwere Schäden, wie zum Beispiel mehrere gebrochene Metallrahmen und Träger (Fotos).
Die Polizei hat nun Anzeige gegen den Fahrer und den Halter des Fahrzeugs erstattet. (dill)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








