Polizei stoppt sechs Fahrer unter Drogen – Verkehrsunfälle steigen an.
Lünen: Schwerpunktkontrolle Brackeler Straße Dortmund

Dortmund (ost)
Die Polizei Dortmund veröffentlichte am Mittwoch, dem 11. März, die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025. Dabei wurde festgestellt, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle mit den Ursachen „Berauschende Mittel und Drogen“ sowie „Alkohol“ deutlich zugenommen hat.
Im Bereich Dortmund und Lünen ereigneten sich 154 Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel und/oder Drogen (2024: 125; +23 %). Auf den Autobahnen gab es 80 Verkehrsunfälle (2024: 50), was einem Anstieg von 60 % im Vergleich zu 2024 entspricht! Ebenso stieg die Anzahl der Ordnungswidrigkeitenverfahren im Bereich auf 1484, da Fahrer unter Drogeneinfluss standen (+43 %). Auf den Autobahnen wurden 849 Verfahren eingeleitet, was einem Anstieg von 40 % im Vergleich zum Jahr 2024 entspricht.
Aufgrund dieser Zahlen führte die Polizei Dortmund am Freitag, dem 13. März, von 9 bis 13 Uhr eine Schwerpunktkontrolle mit dem Fokus auf „berauschende Mittel und/oder Drogen“ sowie Alkohol am Ende der Brackeler Straße in Richtung Borsigplatz durch. Auch Mitarbeiter der Stadtkasse Dortmund waren an der Kontrolle beteiligt.
Das Ergebnis der Kontrolle, die nur wenige Stunden dauerte, war eindeutig:
Sechs Fahrer standen unter dem Einfluss berauschender Mittel.
In allen Fällen wurde den Betroffenen eine Blutprobe entnommen und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Weiterfahrt wurde untersagt.
Außerdem wurden zwei Strafanzeigen gegen den Fahrer und den Halter eines E-Scooters erstellt, da dieser nicht über gültigen Versicherungsschutz verfügte. Drei Verwarnungsgelder wurden wegen geringfügiger Verstöße erhoben. Bei der Überprüfung eines Mannes durch Mitarbeiter der Stadtkasse Dortmund wurde festgestellt, dass er noch offene Gewerbesteuerschulden in Höhe eines mittleren vierstelligen Betrags begleichen muss.
Die Schwerpunktkontrolle zeigt deutlich, dass viele Autofahrer, E-Scooter- und Radfahrer im Straßenverkehr den Konsum von Drogen und Alkohol nicht ernst nehmen. Die Botschaft der Polizei Dortmund ist daher klar und eindeutig: Es werden auch in den kommenden Wochen und Monaten jederzeit unangekündigte Schwerpunktkontrollen im Bereich Dortmund und Lünen sowie auf den Autobahnen in unserem Zuständigkeitsbereich durchgeführt.
Das Ziel ist klar definiert: Die Anzahl der Verkehrsunfälle und Verstöße muss wieder reduziert werden!
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon sind 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








