Zwei Verkehrsunfälle mit E-Scooter, darunter ein schwer verletzter Fahrer in Dortmund und ein medizinischer Notfall in Lünen. Polizei warnt vor Risiken und Regeln.
Lünen: Unfälle mit E-Scooter am Wochenende

Dortmund (ost)
Laufende Nummer: 0374
Zwei Unfälle mit E-Scooter am Wochenende – Polizei warnt
In der Nacht zum Samstag (09. Mai 2026) ereignete sich ein Verkehrsunfall an der Kreuzung Brackeler Str./ Im Spähenfelde in Dortmund. Dabei wurde ein 20-jähriger E-Scooter-Fahrer schwer verletzt.
Nach ersten Informationen fuhr ein 19-jähriger Autofahrer aus Selm gegen 01:20 Uhr die Brackeler Straße in östlicher Richtung entlang und überquerte die grüne Ampel an der Kreuzung (Brackeler Str./ Im Spähenfelde). Zu diesem Zeitpunkt beabsichtigte der Dortmunder E-Scooter-Fahrer – offenbar ohne auf den Verkehr zu achten – vom südlichen auf den nördlichen Geh-/Radweg der Brackeler Straße zu wechseln. Dabei wurde er seitlich von dem vorfahrtsberechtigten Auto erfasst. Durch den Zusammenstoß stürzte der E-Scooter-Fahrer zu Boden und erlitt schwere Verletzungen. Rettungskräfte wurden vor Ort gerufen und brachten den 19-jährigen in ein Krankenhaus. Er blieb dort stationär. Es bestand keine Lebensgefahr. Während der Unfallaufnahme wurde die Brackeler Straße im Bereich des Unfallorts in östlicher Richtung gesperrt.
Ein weiterer Verkehrsunfall mit einem E-Scooter ereignete sich gegen 23:48 Uhr in Lünen. Ersten Ermittlungen zufolge befanden sich unerlaubt zwei Personen auf einem E-Scooter. Während der Fahrt erlitt der 16-jährige Mitfahrer einen medizinischen Notfall, brach zusammen und stürzte auf die Fahrbahn. Rettungskräfte brachten den Jugendlichen aus Lünen in ein Krankenhaus. Er schien unverletzt zu sein.
Die Polizei empfiehlt Fahrerinnen und Fahrern von E-Scootern das Tragen eines Helms: Obwohl auf E-Scootern, wie auch auf Fahrrädern, keine gesetzliche Helmpflicht besteht, gehören Kopfverletzungen zu den schwersten Folgen von Stürzen. Ein Helm kann im Notfall den Unterschied zwischen einem blauen Fleck und lebensbedrohlichen Verletzungen ausmachen. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass E-Scooter ausschließlich von einer Person benutzt werden dürfen. Das Mitführen weiterer Personen erhöht das Unfallrisiko erheblich.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








