Dubiose Handwerker täuschen Opfer mit minderwertigen Arbeiten und überhöhten Rechnungen. Bürger sollen verdächtige Personen der Polizei melden.
Märkischer Kreis: Warnung vor Haustürgeschäften
Märkischer Kreis (ost)
Es gibt regelmäßig Meldungen über verdächtige Personen, die verschiedene Dienste an der Haustür anbieten. Diese „reisenden Handwerker“ versuchen, ihre Opfer zu täuschen und finanziell auszunehmen. Zum Beispiel werden Fassadenreinigungen oder das Teeren von Hauseinfahrten angeboten, weil man angeblich in der Nähe ist und noch Material übrig hat. Am Ende bleiben jedoch minderwertige Arbeiten, überhöhte Rechnungen, betrogene Opfer und verschwundene Täter zurück.
Beispielsweise trieben Anfang August mutmaßliche Betrüger ihr Unwesen in der Schreberstraße in Plettenberg. Es sind bisher jedoch keine Straftaten bekannt geworden. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verdächtige Personen oder Fahrzeuge unverzüglich über den Notruf 110 zu melden, damit die Polizei sie überprüfen kann.
Die Polizei gibt wichtige Tipps, um sich vor zweifelhaften Haustürgeschäften zu schützen:
1. Grundsatz: Keine spontanen Verträge an der Haustür! Seriöse Unternehmen kündigen ihren Besuch im Voraus an und tätigen keine Geschäfte auf Zuruf.
2. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen: Fragwürdige Anbieter drängen ihre Opfer zu einem schnellen Abschluss („Nur heute so billig!“). Holen Sie Nachbarn oder Angehörige hinzu, wenn Sie sich bedrängt fühlen, oder rufen Sie die Polizei.
3. Keine überstürzten Unterschriften oder Zahlungen: Leisten Sie niemals Barzahlungen oder Anzahlungen, bevor Arbeiten begonnen oder abgeschlossen wurden.
4. Identität überprüfen: Lassen Sie sich Ausweis und Gewerbekarte zeigen. Bei Zweifeln: Recherchieren Sie die Telefonnummer des angeblichen Unternehmens selbst und rufen Sie dort an.
5. Sprechen Sie darüber! Besonders ältere Menschen werden gezielt angesprochen. Informieren Sie Ihr Umfeld über diese Masche.
Typische Warnzeichen sind das Fehlen eines schriftlichen Angebots oder nur ein einfacher (Werbe-)Zettel mit unvollständigen Firmendaten. Auch das Fehlen einer ladungsfähigen Anschrift oder die Forderung von Barzahlungen sollten alle Alarmglocken schrillen lassen. Seriöse Unternehmen geben Ihnen ein ordentliches schriftliches Angebot mit Adresse, Impressum und Widerrufsbelehrung. (dill)
Quelle: Presseportal