Die Polizei Recklinghausen stärkt mit „PräsenzPlus“ die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden durch gezielte Präsenzmaßnahmen und flexible Einsatzmittel.
Marl: Neues Präsenzkonzept vorgestellt

Recklinghausen (ost)
Wo viele Menschen aufeinandertreffen, entsteht nicht nur Lebendigkeit, sondern oft auch Verunsicherung. Besonders an Busbahnhöfen, aber auch in den Innenstädten können sich Bürgerinnen und Bürger unwohl fühlen. Die Polizei Recklinghausen stellt sich dieser Verantwortung mit einem ausgebauten Präsenzkonzept. Mit „PräsenzPlus“ baut die Polizei ihre Sichtbarkeit gezielt aus und setzt auf flexible Einsatzmittel, um das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig zu stärken.
„Objektive Sicherheit ist das eine, doch das Gefühl, sich ohne Sorge im öffentlichen Raum bewegen zu können, ist das andere“, erklärt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. „Die Behauptung „früher war alles besser“ ist weit verbreitet. Ein genauer Blick auf die Kriminalitätsentwicklung zeigt aber: Vergleicht man die bloßen Zahlen aus dem Jahr 2012 mit dem vergangenen Jahr, sieht man, dass die Gesamtkriminalität um fast 10.000 Fälle gesunken ist – auch in Bereichen, die einen erheblichen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Menschen haben.“
Mit dem erweiterten Präsenzkonzept schafft die Polizei ein Plus an Sicherheit und stärkt das Sicherheitsempfinden der Menschen im Kreis Recklinghausen und in Bottrop.
„Mit PräsenzPlus gehen wir mitten ins Geschehen“, sagt Friederike Zurhausen. „Immer wechselnd in verschiedene Städte unseres Zuständigkeitsbereichs, vor allem aber weiterhin mit dem Fokus auf die zentralen Busbahnhöfe in Recklinghausen, Marl und Bottrop. Ziel von „PräsenzPlus“ ist es, die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken. Sichtbare Polizeipräsenz wirkt präventiv, schafft Vertrauen und ermöglicht den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern. Gleichzeitig wollen wir Straftaten frühzeitig erkennen, konsequent einschreiten und die Menschen dafür sensibilisieren, aufmerksam zu bleiben und sich bei Unsicherheiten an die Polizei zu wenden.“
Neben uniformierten Polizistinnen und Polizisten werden auch zivile Kräfte eingesetzt, die verdeckt ermitteln – unter anderem im Kampf gegen Drogenkriminalität. Polizeipräsidentin Zurhausen fügt hinzu: „Auch wenn keine Polizei sichtbar ist, heißt das nicht, dass wir nicht da sind.“
Kernstück des Präsenzkonzeptes ist die Mobile Wache (MoWa). Beamtinnen und Beamte der Polizei Recklinghausen stehen mehrfach pro Woche an stark frequentierten Plätzen, wie zum Beispiel am ZOB Recklinghausen (seit April 2019) und Bottrop (seit Mai 2022), sowie am Neumarkt in Recklinghausen Süd (ab sofort) und in Marl Hüls (seit Januar 2026). An der „MoWa“ können Bürgerinnen und Bürger – ohne den Gang zur Polizeiwache – Anliegen vorbringen, Hinweise geben oder einfach ein offenes Ohr finden. Falls nötig können hier auch direkt Anzeigen aufgenommen werden.
Ein weiterer Bestandteil von „PräsenzPlus“ ist der Einsatz der Fahrradstaffel. „Damit können wir schnell und mobil dort eingreifen, wo der Streifenwagen schlecht hinkommt, wie zum Beispiel in Parks und Innenstädten“, ergänzt die Polizeipräsidentin. „Die Beamtinnen und Beamten sind mit ihren Mountainbikes nicht nur umweltfreundlich und leise unterwegs, sie sind vor allem eines: mittendrin und auf Augenhöhe.“
Auch der regelmäßige Einsatz von Jugendschutzstreifen ist Teil von „PräsenzPlus“. Dafür setzt die Polizei Recklinghausen auf Jugendsachbearbeiter bei der Kriminalpolizei, die vor allem junge Straftäter in den Fokus nehmen.
Außerdem setzt die Polizei Recklinghausen weiter auf Schwerpunktaktionen. Bei gemeinsamen Einsätzen mit den Netzwerkpartnern (beispielsweise Kommunen, Zoll und Bundespolizei) hält die Polizei den Kontrolldruck auf mögliche Straftäter hoch. Ziel bleibt es, Straftaten aufzuklären und im besten Fall zu verhindern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wobei 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Nordrhein-Westfalen hatte damit die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








