Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Marl: Polizeieinsatz für mehr Sicherheit im Stadtkern

Polizei setzt deutliches Zeichen mit sechsstündigem Sondereinsatz zur Bekämpfung von Straßenkriminalität und Raser- und Tuningszene.

Foto: unsplash

Recklinghausen (ost)

Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger in Marl-Mitte setzte die Polizei Recklinghausen am Mittwoch ein deutliches Zeichen: In einem sechsstündigen Sondereinsatz (von 14 bis 20 Uhr) kontrollierten die Kräfte gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) die Bereiche des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB), die angrenzende Planetensiedlung sowie die Bereiche am Einkaufszentrum und dem Creiler Platz.

Die Einsatzkräfte haben dabei insbesondere gezielt Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt, auf Verstöße gegen ordnungsrechtliche Vorschriften geachtet und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergriffen. Besonderes Augenmerk lag auf der Bekämpfung von Straßenkriminalität, Rauschgiftdelikten und der Raser- und Tuningszene. Darüber hinaus wurde bei den Kontrollen auch das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern gesucht, um Hinweise und Anliegen aus der Bevölkerung aufzunehmen.

„Durch die Fußstreifen mit dem Ordnungsamt zeigen wir Präsenz und verdeutlichen, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist“, erklärt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Zum Einsatz kam ein breit aufgestelltes Team aus verschiedenen Direktionen, darunter der Bezirks- und Schwerpunktdienst, die Kriminalpolizei, die Direktion Verkehr und ein Diensthundeführer mit seinem Diensthund. Ein sichtbares Symbol für die verstärkte Präsenz ist die mobile Wache, die sich seit Dezember 2024 regelmäßig im Innenstadtbereich positioniert, um einen schnellen Kontakt zur Polizei zu ermöglichen. „Mit der Mobilen Wache verkürzen wir Wege – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenden Sinne. Sie ist ein Treffpunkt für Sicherheit, Gespräch und Vertrauen“ so die Polizeipräsidentin weiter.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Sondereinsatzes waren die kriminalpräventiven Gespräche mit den Bürgern und Bürgerinnen. Speziell geschulte Beamtinnen und Beamte klärten Passanten über die raffinierten Tricks von Taschendieben auf. Zudem gaben Sie hilfreiche Verhaltenstipps, um die eigene Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und damit auf akute Situationen besser vorbereitet zu sein. Der Infopunkt fand bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Marl Zuspruch. Durch die Unterstützung von Fachoberschülern, die aktuell ihr Praktikum bei dem Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz durchführen, konnten Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu dem Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“ aus erster Hand beantwortet werden.

„Sicherheit entsteht nicht nur durch Kontrollen, sondern auch durch persönliche Begegnungen“, ergänzt Polizeipräsidentin Zurhausen. „Mit den wiederkehrenden Sondereinsätzen möchten wir erreichen, dass die Menschen ihre Polizei sehen, erleben und ansprechen können.“

Insgesamt waren vergleichsweise wenige Menschen unterwegs. Neben den Bürgergesprächen wurden 25 Fahrzeuge und 4 Personen überprüft. Zudem wurden 20 Verwarnungsgelder wegen Geschwindigkeitsverstößen ausgestellt. Trotz intensiver Kontrollen wurden weder Taschendiebstähle noch Rauschgiftdelikte festgestellt. Auch künftig werden wir unsere Kontrollen konsequent fortsetzen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 1.980 im Jahr 2022 auf 2.725 im Jahr 2023 gestiegen ist, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 1.633 bzw. 1.897 relativ konstant. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen stieg von 1.175 auf 1.442, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 458 auf 455 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.284 auf 1.520. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten gemeldeten Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 39.519 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24