Ein 49-jähriger Gelsenkirchener ignorierte Anhaltesignale, flüchtete vor der Polizei und verunfallte schließlich in Marl.
Marl: Verfolgungsfahrt endet im Graben

Gelsenkirchen (ost)
Am Abend des Samstags, dem 16.05.2026, gegen 22:10 Uhr, plante eine Streifenwagenbesatzung, einen Seat mit Recklinghäuser Kennzeichen auf der Vinckestraße in Buer anzuhalten und zu überprüfen, da die Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren. Der 49-jährige Gelsenkirchener mit deutscher Staatsangehörigkeit ignorierte die Anhaltesignale der Beamten und fuhr auf die Autobahn 52 in Richtung Marl. Selbst nach Aktivierung von Blaulicht und Martinshorn hielt der Fahrer nicht an, sondern flüchtete, teilweise mit stark überhöhter Geschwindigkeit über Gelsenkirchener und Marler Straßen. Obwohl das Fluchtfahrzeug kurzzeitig von einem Streifenwagen blockiert wurde, rammte der Flüchtende den Polizeiwagen und setzte die Flucht fort. Trotz der Unterstützung der Polizei aus Recklinghausen dauerte die Verfolgung fast 30 Minuten. Es war dem glücklichen Zufall zu verdanken, dass währenddessen keine Unbeteiligten gefährdet oder verletzt wurden. Letztendlich verunfallte der Seat im Stadtgebiet Marl. Der 49-jährige Deutsche wurde nach einer kurzen Flucht zu Fuß gestellt und ohne Widerstand festgenommen. Im Fahrzeug befand sich auch ein 22-jähriger Deutscher aus Gelsenkirchen. Beide Personen blieben unverletzt.
Das Fahrzeug des 49-jährigen war nicht zugelassen und die Kennzeichen gestohlen. Der Fahrer besaß keine gültige Fahrerlaubnis und stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Medikamenten und Alkohol. Dem Verdächtigen wurden auf der Polizeiwache Blutproben entnommen. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt. Beide Personen wurden nach den Maßnahmen freigelassen. Der Fahrer erwartet ein Strafverfahren. Der Streifenwagen wurde bei der Kollision leicht beschädigt, alle Beamten blieben unverletzt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 Unfälle auf Personenschäden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 3.764 Fälle (0,59%). Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556.792 Fälle (87,36%). Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








