Über 2.000 Verstöße wurden in einer Woche festgestellt. Jeder fünfte Autofahrende war zu schnell unterwegs.
Marl: Verstöße bei Geschwindigkeitskontrollen in Kreis Recklinghausen/Bottrop

Recklinghausen (ost)
Letzte Woche beteiligte sich die Polizei Recklinghausen an den landesweiten Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr. In den kommenden Wochen erhalten viele Autofahrer im Kreis Recklinghausen und in Bottrop Post von der Bußgeldstelle, aber einige konnten ihre Verwarnung auch vor Ort bezahlen.
Die traurige Bilanz der Schwerpunktwoche: Insgesamt stellte die Polizei Recklinghausen 2.072 Verstöße aufgrund von zu hoher Geschwindigkeit fest.
Insgesamt wurden über 9.500 Fahrzeuge kontrolliert. Das bedeutet, dass mehr als jeder fünfte kontrollierte Autofahrer zu schnell unterwegs war.
Spitzenreiter der traurigen Statistik:
Recklinghausen: Am 13. April 2026 wurde ein Auto mit 79 km/h bei erlaubten 30 km/h (innerhalb geschlossener Ortschaften) gemessen. Die Messung erfolgte im Rahmen der Schulwegsicherung an der Theodor-Körner-Straße zwischen 7 Uhr und 11 Uhr.
Marl: Am 13. April 2026 wurde ein Auto auf der Rappaportstraße (Auffahrt BAB 52) mit 92 km/h bei erlaubten 50 km/h (innerhalb geschlossener Ortschaften) gemessen.
Bottrop: Am 13. April 2026 wurde ein Auto mit 93 km/h bei erlaubten 50 km/h auf der Gahlener Straße (Höhe Kieswerk/ außerhalb geschlossener Ortschaften) gemessen.
Bei allen Messungen werden 3 km/h Toleranz abgezogen, um die Grundlage für das Verwarnungsgeld oder das Bußgeld zu schaffen.
Es wurden zwei verschiedene Verfahren für die Messungen verwendet – mit und ohne Anhalten der Fahrzeuge.
Fast ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle im Kreis Recklinghausen und in Bottrop sind auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen.
Das Thema Geschwindigkeit war eines der Hauptthemen im Verkehrsunfallbericht 2025 (Veröffentlichung im März 2026). Die entsprechende Presseerklärung finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/42900/6233394
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Fälle (2,74%) und auf Autobahnen wurden 6.889 Unfälle gezählt (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte waren 11.172 und Leichtverletzte wurden in 68.000 Fällen verzeichnet.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








