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Marodes Sekundärnetz im Kreis: Personelle Auswirkungen auf die Polizei

Die Polizei im Märkischen Kreis behält sechs Stellen nach der Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke. Das Sekundärnetz leidet unter Schäden durch verlegten Autobahnverkehr.

Foto: unsplash

Märkischer Kreis (ost)

Von den 14 zusätzlichen Beamtinnen und Beamten, die zur Bewältigung der Herausforderungen durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke aktuell noch Dienst im Kreis versehen, bleiben der Polizei des Märkischen Kreises auch nach der erfolgten Wiedereröffnung der Brücke sechs Stellen erhalten. Im Zuge des landesweiten Nachersatzverfahrens hatte das Innenministerium am 1.9.2023 eine belastungsbezogene Aufstockung der Planstellen vorgenommen. Dies geschah vor dem Hintergrund der in und rund um Lüdenscheid stark gestiegenen Einsatz- und Verkehrsbelastung.

Auch das Sekundärnetz mit seinen Landes- und Bundesstraßen hat aufgrund des verlegten Autobahnverkehrs enorme Schäden davon getragen. Landrat Ralf Schwarzkopf und Polizeioberrat Guido Bloch als oberster Verkehrspolizist brachten im Rahmen der Veröffentlichung der polizeilichen Unfallstatistik ihre Sorge zum Ausdruck, dass hier in den kommenden Jahren weitere Problemstellen drohen. Bloch: „Der Druck auf den Straßen wird uns trotz intakter Brücke erhalten bleiben. Nach den uns vorliegenden Informationen rechnen wir im kommenden Jahr nach jetzigem Stand mit acht Vollsperrungen wichtiger Streckenabschnitte im Kreis. Wir müssen zum Beispiel befürchten, dass die von Baustellen geplagten Verkehrsteilnehmer sich verbotene Schleichwege suchen oder die verlorene Zeit durch Geschwindigkeit wieder aufholen wollen. Das werden wir mit Blick auf die Verkehrssicherheit im Auge behalten.“

Landrat Ralf Schwarzkopf: „Ich freue mich über die Unterstützung aus Düsseldorf. Der Innenminister sendet damit ein wichtiges Zeichen in unsere leidgeplagte Region.“

Die Beamtinnen und Beamten sollen gezielt im Verkehrssektor zum Einsatz kommen. (dill)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% entspricht. Innerorts wurden 55.296 Unfälle (8,68%) verzeichnet, außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Es gab insgesamt 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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