Warnung vor Betrugsmasche: Senioren verlieren tausende Euro durch angebliche Support-Anrufe und Xbox-Guthabenkarten-Käufe.
Mechernich: Neue Computerbetrugsmasche

Kreis Euskirchen (ost)
Am Dienstag (21. April) fiel ein 77-jähriger Mann aus Mechernich einem Betrugsversuch zum Opfer.
Während er an seinem Laptop arbeitete, funktionierte dieser plötzlich nicht mehr. Danach erschien ein Hinweisfenster auf dem Bildschirm. Um Sicherheitswarnungen zu erhalten, wurde ihm geraten, sich unter einer angegebenen Nummer beim Microsoft Support zu melden und seinen Computer freizugeben. Der Anrufer forderte ihn auf, sein Online-Banking zu entsperren, da es auch dort Sicherheitsbedenken gab. Nach einem 30-minütigen Gespräch funktionierte der Laptop wieder einwandfrei. Allerdings fehlten danach fast 10.000 Euro auf dem Konto des Seniors.
Auch einer 68-jährigen Frau aus Bad Münstereifel-Iversheim erging es ähnlich. Bei ihr erschienen ebenfalls mehrere Warnhinweise auf dem Computer. Da der Anrufer Englisch sprechen wollte, schaltete er sich zur besseren Verständigung auf den Computer und man kommunizierte über Google-Übersetzer. Die Frau sollte Xbox-Guthabenkarten kaufen, um den Computer zu reparieren. Es wurden Karten im Wert von 200 Euro besorgt.
Da sich noch weitere elektronische Geräte im Haushalt befanden, sollten noch mehr Guthabenkarten erworben werden. Dafür fuhr die Dame zu einer Tankstelle. Der Mitarbeiter an der Tankstelle verweigerte den Verkauf und wies auf möglichen Betrug hin.
Nach Rücksprache mit dem Betrüger wurde die Frau aus Bad Münstereifel aufgefordert, stattdessen Apple-Karten in einem Elektrogeschäft zu kaufen. Ein Mitarbeiter vor Ort weigerte sich, den Laptop zu überprüfen, und empfahl der Frau, die Polizei aufzusuchen. Daraufhin begab sie sich zur Polizeiwache in Euskirchen.
Die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der registrierten Fälle von 29667 auf 21181. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 2072 auf 2159. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








