Ein Mendener fiel auf Betrug mit angeblich lukrativer Geldanlage herein. Die Polizei warnt vor dubiosen Geldvermehrungs-Geschäften und rät zur Vorsicht.
Menden: Autohaus beraubt, Die Polizei bittet um Hinweise zu gestohlenem grauen Toyota Hilux mit HSK-Kennzeichen. Zeugen melden sich unter Tel. 9099-0.

Menden (ost)
In der Nacht zum Mittwoch wurde an einem Autohaus an der Holzener Straße ein zum Verkauf stehender grauer Toyota Hilux mit HSK-Kennzeichen gestohlen. Beide Schlüssel sind noch vorhanden. Die Polizei bittet um Hinweise zu möglicherweise verdächtigen Beobachtungen auf dem Gelände zwischen Dienstag, 18 Uhr, und Mittwochmorgen. Zeugen werden gebeten, sich zu melden unter Tel. 9099-0.
Es beginnt meiner kleinen Summe von etwa 250 Euro. Tage später sind Tausende weg und manchmal weitere Zehntausende fremdes Geld über das eigene Konto gelaufen. So war es jedenfalls im Fall eines Mendeners, der nun Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Die nimmt den Fall erneut zum Anlass, dringend vor dubiosen Geldvermehrungs-Geschäften zu warnen. Der Mendener war im Internet auf eine angeblich lukrative Geldanlage aufmerksam geworden. Die Summe lag klassischerweise bei 250 Euro. Bei einer so “kleinen Summe” kann ja nicht viel schiefgehen, denken offenbar viele. Doch einmal am Haken der Betrüger, lassen sie sich doch zu höheren “Investitionen” überreden. Das zeigen die Praxisbeispiele, die bei der Polizei landen, immer wieder. Im konkreten Fall gewährte der Mendener den Betrügern zusätzlich per Software Zugriff auf seinen Computer. Der Traum von der schnellen Geldvermehrung platzte. Allerdings liefen plötzlich hohe Geldbeträge über seine Konten und verschwanden wieder auf anderen Konten. Das wurde dem Mendener zu kritisch: Er sperrte sein Konto und erstattete Anzeige. Die Polizei rät: Suchen Sie nach unabhängigen Informationen über Unternehmen. Je höher der versprochene Gewinn, desto wahrscheinlicher stecken dubiose Anbieter hinter dem Angebot. Gewähren Sie niemals fremden Personen Zugriff auf Ihren Computer! Geben Sie keine Auskunft über persönliche Daten, beispielsweise Ausweis-Nummern oder vorhandenes Vermögen! Lassen Sie sich von unabhängiger Seite beraten! Allein hochprofessionell aussehende Internet-Seiten lassen keine Rückschlüsse zu auf die Seriosität eines Unternehmens. Auch Missbrauch von Firmen-Namen gibt es: Anstelle der “XY AG” treten Betrüger als “XY GmbH” auf. Lassen Sie sich nicht von angeblichen Wertzuwächsen auf Ihrem Konto dazu verleiten, höhere Summen nachzuschießen! Einmal versendete Ausweis-Kopien lassen sich nie wieder “zurückholen” und könnten noch Jahre später für Betrügereien missbraucht werden. Lassen Sie kein fremdes Geld über ihre Konten laufen! Beides führt fast zwangsläufig dazu, dass die Opfer selbst als Tatverdächtige in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten und andere Opfer Ansprüche geltend machen. Betroffene sollten deshalb auf jeden Fall Anzeige erstatten und schnellstens ihre Konten, die für solche Transaktionen missbraucht wurden, sperren lassen. (cris)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle von Cyberkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 im Jahr 2022 auf 8126 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 im Jahr 2022 auf 7062 im Jahr 2023. In Bezug auf die Geschlechterverteilung waren die meisten Verdächtigen männlich, wobei 4478 im Jahr 2022 und 4726 im Jahr 2023 männlich waren. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen stieg von 2145 im Jahr 2022 auf 2336 im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb relativ konstant, mit 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








