Die Feuerwehr Düren hat im vergangenen Jahr steigende Einsatzzahlen verzeichnet und blickt auf künftige Herausforderungen.
Merken: Feuerwehr Düren zieht Jahresbilanz

Düren (ost)
Die Feuerwehr der Feuerwehr Düren hat während ihrer Jahreshauptversammlung eine Zusammenfassung des vergangenen Jahres gegeben und gleichzeitig einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben. Neben der Präsentation wichtiger Kennzahlen standen die Ehrung verdienter Mitglieder, die Aufnahme neuer Einsatzkräfte sowie Informationen zu geplanten Bau- und Investitionsmaßnahmen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Mehr als 330 Gäste folgten der Einladung von Amts- und Wehrleiter Patric Ramacher. Darunter Bürgermeister Frank Peter Ullrich, die Feuerschutzdezernentin Christine Käuffer, der Erste Beigeordnete und Kämmerer Stephan Schlaak, Fraktionsvorsitzende der im Stadtrat vertretenen Parteien sowie zahlreiche Ratsmitglieder. Auch Vertreter verschiedener Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie viele Angehörige der Feuerwehr nahmen an der Versammlung teil.
Derzeit engagieren sich insgesamt 701 Personen in der Feuerwehr Düren, davon rund 430 im Einsatzdienst. Die Einsatzstärke bleibt stabil und bildet eine wichtige Grundlage für die Gefahrenabwehr im Stadtgebiet, erklärte Ramacher.
Bürgermeister Ullrich lobte in seiner Rede das Engagement der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte im Brandschutz und im Rettungsdienst. „Danke, dass Sie Ihre Zeit für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellen. Es ist eine große Verlässlichkeit zu wissen, dass Sie da sind, wenn Hilfe benötigt wird. Das ist nicht selbstverständlich.“ Sein Dank galt auch ausdrücklich den Familien und Arbeitgebern, die den Einsatz der Feuerwehrangehörigen unterstützen.
Feuerschutzdezernentin Käuffer dankte in ihrer Ansprache den Mitgliedern der Feuerwehr, dem Rettungsdienst sowie den Mitarbeitenden der Verwaltung. Zugleich zog sie eine kurze Bilanz vergangener Projekte und skizzierte zentrale Herausforderungen der kommenden Jahre.
Im vergangenen Jahr wurde die Feuerwehr zu 1.417 Einsätzen gerufen – ein Anstieg von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Einsätze gliederten sich in technische Hilfeleistungen (39 Prozent), Brandeinsätze (21 Prozent) sowie Fehlalarme (40 Prozent). Besonders auffällig bleibt der hohe Anteil an Fehlalarmen und Alarmen ohne tatsächliche Gefahr. Diese Einsätze binden Personal und Ressourcen, die in dieser Zeit für reale Notfälle nicht verfügbar sind.
Auch der Rettungsdienst der Stadt verzeichnete erneut eine sehr hohe Anzahl von Einsätzen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 20.000 Einsätze verzeichnet. Der Großteil davon waren Notfalleinsätze mit Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen, ergänzt durch zahlreiche Krankentransporte. Gleichzeitig steigt der Anteil der Einsätze, bei denen vor Ort keine akute medizinische Notfallsituation bestätigt wird.
Um auch unter diesen Bedingungen Einsätze sicher bewältigen zu können, ist die Einsatzplanung und der vorbeugende Brandschutz von zentraler Bedeutung. Einsatzkonzepte, Objektplanungen und Gefahrenanalysen sowie regelmäßige Abstimmungen mit Betrieben im Stadtgebiet tragen dazu bei, Einsatzsituationen frühzeitig vorzubereiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der technischen Ausrüstung. Durch kontinuierliche Investitionen in Fahrzeuge, Geräte und Infrastruktur stellt die Stadt sicher, dass Feuerwehr und Rettungsdienst über moderne und zuverlässige Technologie verfügen.
Die Feuerwehr misst auch der Nachwuchsarbeit große Bedeutung bei. Derzeit engagieren sich 121 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Die Jugendgruppen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Personals und fördern gleichzeitig Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gesellschaftliches Engagement.
Auch die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte bleibt ein zentraler Bestandteil des Dienstbetriebs. Die Grundausbildung neuer Mitglieder fand am eigenen Standort statt, weiterführende Kurse wurden auf Kreisebene und am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Insgesamt investierten die ehrenamtlichen Kräfte im vergangenen Jahr 10.497 Stunden in Aus- und Fortbildung.
Zum Abschluss bewertete Amts- und Wehrleiter Patric Ramacher zentrale Entwicklungen der Gefahrenabwehr. Ein wichtiger strategischer Schwerpunkt ist die Aktualisierung des Brandschutzbedarfsplans für die Jahre 2026 bis 2030, den der Stadtrat von Düren bereits beschlossen hat. Grundlage bildet das Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz Nordrhein-Westfalen, das die Kommunen verpflichtet, eine leistungsfähige Feuerwehr bereitzuhalten und den Bedarf regelmäßig zu überprüfen. Der Brandschutzbedarfsplan beschreibt das angestrebte Sicherheitsniveau der Stadt und dient als Grundlage, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr auch in Zukunft im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sicherzustellen. Ramacher betonte, dass Feuerwehr, Verwaltung und Politik die zugrunde liegenden Analysen gemeinsam beraten und die Entscheidungen transparent vorbereitet haben. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang der Politik und Verwaltung für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Als wichtiges Zukunftsprojekt bezeichnete der Amts- und Wehrleiter auch den geplanten Neubau der Feuerwache, der langfristig die Leistungsfähigkeit der Gefahrenabwehr weiter stärken wird.
Am Ende der Versammlung richtete Ramacher den Blick auf die Menschen in der Feuerwehr. Unabhängig von Konzepten, Planungen und politischen Beschlüssen sind es die Einsatzkräfte, die täglich Verantwortung übernehmen und rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Dazu gehören auch die Mitarbeitenden der Verwaltung. Ehren- und hauptamtliche Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes leisten ihren Dienst bei Bränden, Verkehrsunfällen, Unwettern und medizinischen Notfällen. Ramacher dankte allen Angehörigen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes ausdrücklich für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre hohe Einsatzbereitschaft.
Unterstützt von Bürgermeister und Kreisbrandmeister wurden durch den Leiter der Feuerwehr eine Vielzahl von Beförderungen und Ehrungen durchgeführt.
Beförderungen:
Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau: Freitag, Frank (LG Mitte Gr. 1), Stoffels, Patrick (LG Birgel), Beran, Daniela (LG Echtz), Hames, Noah (LG Merken), Hilger, Manuel (LG Mitte Gr. 1), Meyer, Jan (LG Mitte Gr. 2), Boving, Jonathan (LG Gürzenich), Weitze, Kevin (LG Mariaweiler), Weitze, Lukas (LG Mariaweiler), Krey, Felix (LG Mitte Gr. 1), Bergsch, Richard (LG Gürzenich), Haupt, John Paul (LG Derichsweiler), Keßel, David (LG Niederau)
Oberfeuerwehrmann:
Göddertz, Lukas (LG Berzbuir), Schäfer, Luis (LG Berzbuir), Krapohl, Simon (LG Mariaweiler), Schmitz, Ben (LG Gürzenich), Fuß, Pascal (LG Mitte Gr. 2), Schallenberg, Benedickt (LG Mitte Gr. 2), Schumacher, Laurin (LG Niederau), Wolkownik, Karl (LG Arnoldsweiler), Kindsvater, Maximilian (LG Mitte Gr. 1), Kuck, Noah (LG Derichsweiler), Linden, Felix ( LG Derichsweiler), Udelhoven, Sebastian (LG Derichsweiler)
Hauptfeuerwehrmann:
Esser, Niklas (LG Birgel), Meisen, Julian (LG Derichweiler), Pütz, Philipp (LG Derichweiler), Voßen, Tobias (LG Derichweiler)
Unterbrandmeister:
Billstein, Andreas (LG Echtz), Lorke, Thomas (LG Niederau), Pohl, Fabian (LG Mitte Gr. 2)
Brandmeister:
Utecht, Simon (LG Berzbuir), Scheller, Tim (LG Derichsweiler)
Oberbrandmeister:
Gilles, Bernd (LG Merken)
Brandinspektor:
Röhrhoff, Sebastian (LG Niederau), Schmitz, Marco (LG Birkesdorf)
Brandoberinspektor:
Treuling, Stefan (LG Mitte Gr. 2)
Stadtbrandinspektor:
Wrobel, Christian (LG Mitte Gr. 1), Giertz, Patrick (LG Derichsweiler), Prohl, Patrick (LG Gürzenich)
Ehrungen:
Für 10 – jährige Mitgliedschaft Bauer, Willi (Musikzug), Gilles, Bernd (LG Merken), Göddertz, Lukas (LG Berzbuir), Harf, Rudolf (Musikzug), Holle, Sebastian (LG Birkesdorf), Kremer, Tobias (LG Birgel), Lenarduzzi, Sascha (LG Merken), Schäfer, Luis (LG Berzbuir), Schmitz, Ben (LG Gürzenich)
Für 25 – jährige aktive Mitgliedschaft
Baum, Daniel (LG Gürzenich), Eckstein, Gerd (Hauptamt), Flucht, Stephan (Hauptamt), Frankenberg, Dirk (Hauptamt), Jörres, Marco (LG Berzbuir), Schier, Philip (Hauptamt), Vieß, Alexander (Hauptamt)
Für 30 – jährige Mitgliedschaft
Huppertz, Marcel (LG Derichsweiler), Kirsch, Markus (LG Arnoldsweiler), Prohl, Patrick (LG Gürzenich), Strauch, Frank (LG Derichsweiler), Weber, Florian (Hauptamt), Zuber, Andreas (LG Arnoldsweiler), Huppertz, Silke (LG Derichsweiler), Becker, Viktor (Musikzug)
Für 35 – jährige aktive Mitgliedschaft
Schotte, Dirk (Hauptamt), Sengersdorf, Horst (Hauptamt), Welsch, Heinz-Josef (LG Mariaweiler), Königs, Lars (LG Merken)
Für 40 – jährige Mitgliedschaft
Spies, Günter (LG Merken)
Für 45 – jährige Mitgliedschaft
Antons, Ralf (Ehrenabteilung – Hauptamt), Blumenthal, Thomas (Hauptamt), Goebel, Frank ( Ehrenabteilung – Hauptamt), Müller, Josef (Ehrenabteilung – Hauptamt), Pfeiffer, Franz-Josef (Ehrenabteilung – Mariaweiler), Schleicher, Leo (Ehrenabteilung – Berzbuir)
Für 50 – jährige Mitgliedschaft
Frings, Herbert (Ehrenabteilung – Lendersdorf), Kayser, Wilfried (Ehrenabteilung – Echtz)
Für 55 – jährige Mitgliedschaft
Esser, Heinz (Ehrenabteilung – Hauptamt), Hompesch, Wilhelm (Ehrenabteilung -Gürzenich)
Für 60 – jährige Mitgliedschaft
Gottschalk, Werner (Ehrenabteilung – Niederau), Grasmeier, Arnold (Ehrenabteilung – Hauptamt), Kulling, Siegfried (Ehrenabteilung – Hauptamt), Leyens, Andreas (Ehrenabteilung – Berzbuir)
Ehrennadel in Silber des KFV Düren
Wallraff, Willi (Musikzug)
Medaille der Kreisjugendfeuerwehr in Bronze Hugo, Michéle (Jugendwartin Gürzenich), Strauch, Frank (Jugendwart Derichsweiler), Uerlings, Marcus (2008 – 2021 Jugendwart)
Ehrennadel Jugendfeuerwehr NRW in Silber Gietmann, Jacky (Jugendwart Mitte)
Ehrengabe der Feuerwehr der Stadt Düren
Fischer, Bert (langjähriges Vorstandsmitglied im Förderverein der Feuerwehr Düren), Jansen, Harald (Gründungs- und Vorstandsmitglied im Förderverein der Feuerwehr Düren)
Quelle: Presseportal








