Kontaktbeamte informieren Schüler über Islamismus und Extremismus. Ziel: Sensibilisierung für gesellschaftliche Themen und Medienkompetenz.
Mettmann: Polizei sensibilisiert mit Vortrag an Schulen zu Islamismus und den Gefahren sozialer Medien

Rhein-Kreis Neuss (ost)
Im Zuge der präventiven Arbeit im Bereich Kriminalität organisierten die Kontaktbeamten für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten der Kreispolizeibehörden Neuss und Mettmann am 14.07.2026 gemeinsam eine Informationsveranstaltung am St.-Quirinus-Gymnasium in Neuss.
Die Veranstaltung richtete sich an die älteren Schüler, speziell an die 10. Klasse des Gymnasiums. Kontaktbeamter für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten Burak Tarhan von der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss sowie Kontaktbeamter für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten Tarik Emir von der Kreispolizeibehörde Mettmann informierten die Schüler umfassend über die Themen Islam, Islamismus und den Einfluss sozialer Medien im Zusammenhang mit extremistischen Bewegungen.
Das Ziel der Veranstaltung war es, junge Menschen frühzeitig für gesellschaftlich relevante Themen zu sensibilisieren und ihnen ein besseres Verständnis für demokratische Werte, Extremismusprävention und Medienkompetenz zu vermitteln.
Im ersten Teil des Vortrags wurden zusammen mit den Schülern die Grundlagen des Islams erarbeitet. Anschließend wurde deutlich zwischen der Religion Islam und dem Islamismus als extremistische Ideologie unterschieden. Dabei wurden zentrale Begriffe wie „Ideologie“, „Extremismus“ und „Radikalisierung“ erklärt und gemeinsam diskutiert. Außerdem wurde auf die Erscheinungsformen des Salafismus eingegangen und gezeigt, wie extremistische Gruppen versuchen, insbesondere junge Menschen anzusprechen und zu beeinflussen.
Der zweite Teil der Veranstaltung konzentrierte sich auf das Thema Social Media. Anhand praktischer Beispiele wurde verdeutlicht, welche Rolle digitale Plattformen bei der Verbreitung extremistischer Inhalte spielen können. Die Schüler erhielten Einblicke in die Strategien extremistischer Akteure im Internet und lernten, solche Inhalte kritisch zu hinterfragen sowie mögliche Warnsignale frühzeitig zu erkennen.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem offenen Austausch mit den Jugendlichen. Durch zahlreiche Wortbeiträge und Fragen der Schüler entstand ein lebendiger Dialog, der die Bedeutung der Präventionsarbeit im schulischen Umfeld verdeutlichte. Die Veranstaltung unterstrich erneut, dass Schulen eine zentrale Rolle bei der Förderung von Widerstandsfähigkeit, Medienkompetenz und demokratischem Bewusstsein spielen.
Die Kontaktbeamten für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten der Kreispolizeibehörden Rhein-Kreis Neuss und Mettmann haben das gemeinsame Ziel, dieses Präventionsangebot in Zukunft weiter auszubauen und an weiteren Schulen in der Region anzubieten. Das Projekt soll dazu beitragen, Kinder und Jugendliche als wichtige Akteure unserer Gesellschaft zu stärken und ihnen die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln, um extremistische Ideologien und Manipulationsversuche frühzeitig erkennen und einordnen zu können.
Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Sowohl die Schüler als auch die Lehrkräfte äußerten sich lobend über die praxisnahe und verständliche Vermittlung der Inhalte. Auch für die beteiligten Kontaktbeamten für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten war die Veranstaltung ein voller Erfolg.
„Präventionsarbeit beginnt dort, wo junge Menschen erreicht werden – in den Schulen. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren, ihnen Orientierung zu geben und sie darin zu stärken, extremistischen Einflüssen selbstbewusst und reflektiert entgegenzutreten“, betonen die beteiligten Kontaktbeamten für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten.
„Zwischen den Kontaktbeamten für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten findet ein regelmäßiger Austausch statt – und gemeinsam können wir die Schüler noch besser erreichen. Deshalb unterstützen wir uns gegenseitig“, erklärt Burak Tarhan.
Mit ihrem gemeinsamen Engagement leisten die Kreispolizeibehörden Neuss und Mettmann einen wichtigen Beitrag zur Extremismusprävention und unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen und nachhaltigen Aufklärungsarbeit im Schulalltag. Schulen aus dem Rhein-Kreis Neuss, die Interesse an einem Besuch und / oder einem Vortrag der Kontaktbeamten für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten haben, können sich per E-Mail an Burak Tarhan (KIA.Neuss@polizei.nrw.de) wenden. (-14012)
Quelle: Presseportal








