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Mettmann: Polizei warnt vor „Kettentrick“ an 74-Jährigem

Die Polizei im Kreis Mettmann warnt vor dem „Kettentrick“, nachdem ein 74-jähriger Senior in Velbert bestohlen wurde.

Symbolbild "Kettentrick"
Foto: Presseportal.de

Velbert (ost)

Die Polizei im Kreis Mettmann hat kürzlich eine Zunahme des sogenannten Kettentricks festgestellt. Dabei tauschen Trickbetrüger unbemerkt den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer gegen minderwertigen Modeschmuck aus. Am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, ereignete sich in Velbert ein weiterer Vorfall, bei dem ein 74-jähriger Senior bestohlen wurde.

Um 10:30 Uhr wurde der ältere Herr in der Schloßstraße, Hausnummer 54, von einem langsam heranfahrenden Auto aus angesprochen. Der unbekannte Autofahrer fragte den 74-Jährigen nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Nachdem der Senior die Wegbeschreibung gegeben hatte, stiegen der Fahrer und seine Beifahrerin aus und legten dem Senior als „Dank“ Schmuck an.

Erst als das Paar in unbekannte Richtung davongefahren war, bemerkte der Velberter, dass seine Goldhalskette gestohlen worden war. Er beschrieb den Täter als:

Die Frau soll etwa 50 Jahre alt sein und dunkle Haare haben.

Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt:

Wer hat zur Tatzeit etwas Verdächtiges in der Schloßstraße beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei in Velbert jederzeit unter 02051 946-6110 entgegen.

So funktioniert der Kettentrick:

Die Täter handeln meist alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen gezielt nach älteren Personen, die teuren Schmuck tragen.

Die Kontaktaufnahme

Die Taten finden normalerweise im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand treten die Täter mit ihren Opfern in Kontakt. Oft fragen sie nach einer Auskunft, beispielsweise nach dem Weg. Häufig sprechen sie auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus an.

Körperliche Nähe

Die Täter zeigen eine übertriebene Dankbarkeit für die Auskunft und nutzen dies als Gelegenheit, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (z. B. Kette, Armband, Ring) zu machen. Durch ihre überschwängliche Sprache und Gestik versuchen sie, das Opfer zu überwältigen und abzulenken. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, suchen sie körperliche Nähe zum Opfer, indem sie es umarmen oder die Hände oder Unterarme berühren.

Der Diebstahl

Während die Täter den Modeschmuck anlegen, öffnen sie gleichzeitig den Verschluss des echten Schmucks und stehlen ihn unbemerkt. Oft bemerken die Opfer den Diebstahl erst später.

Die Polizei empfiehlt:

Seien Sie misstrauisch, wenn Fremde Ihnen körperlich nahe kommen. Verteidigen Sie notfalls energisch Ihren persönlichen Raum. Suchen Sie aktiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Informieren Sie die Polizei nach einem (versuchten) Diebstahl über den Notruf 110 und geben Sie wichtige Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um eine schnelle Fahndung zu ermöglichen.

Quelle: Presseportal

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