Am Mittwochabend wurden in Minden drei Autofahrer ohne Führerschein oder unter Drogen- und Alkoholeinfluss von der Polizei kontrolliert. Strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Minden: Drei Autofahrer in kurzer Zeit auffällig

Minden (ost)
(TB) Am Mittwochabend wurden in Minden drei Autofahrer von Streifenwagenbesatzungen kontrolliert, die entweder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen oder ohne Führerschein unterwegs waren. Das Trio wird nun strafrechtliche Konsequenzen tragen.
Ein aufmerksamer Zeuge informierte gegen 23:40 Uhr die Polizei über den Notruf 110 in der örtlichen Leitstelle. Er berichtete den Beamten, dass er in der Viktoriastraße einen Mann beobachtet hatte, der offensichtlich betrunken hinter das Steuer eines Autos stieg und losfuhr. Eine Streifenwagenbesatzung konnte den Daihatsu-Fahrer anhand der Beschreibung in der Kleingartenkolonie „Am Fort C“ ausfindig machen. Bei der Überprüfung stellten die Beamten bei dem Mindener einen starken Alkoholgeruch und Ausfallerscheinungen fest. Daher wurde bei dem 49-Jährigen eine Blutprobe auf der Polizeiwache in Minden entnommen. Zudem wurden vermeintlich frische Unfallspuren am grünen Auto festgestellt, wie beispielsweise schwarzer Farbabrieb. Die Spuren wurden gesichert.
Eine Stunde zuvor war ein Mazda-Fahrer mit defekter Fahrzeugbeleuchtung auf der Kaiserstraße ins Visier einer Streifenwagenbesatzung geraten. Bei der anschließenden Kontrolle am Bahnhofsvorplatz bemerkten die Beamten bei dem 25-Jährigen einen starken Cannabisgeruch und drogentypische Ausfallerscheinungen. Nach einem positiven Drogenvortest wurde dem Mindener eine Blutprobe entnommen.
Auch ein Mercedes-Fahrer mit defekter Beleuchtung am Auto fiel bereits um 20:15 Uhr auf der Hermannstraße auf. Bei der Kontrolle konnte der Mann keinen Führerschein vorzeigen und gab zunächst falsche Personalien an. Bei weiteren Überprüfungen stellten die Einsatzkräfte die wahre Identität des 40-Jährigen fest. Eine Abfrage in den polizeilichen Computersystemen ergab, dass der Mindener keine Fahrerlaubnis besitzt. Auch die Besitzerin des Wagens wird angezeigt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während im Jahr 2023 die Zahl auf 73.917 stieg. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchste Anzahl an Drogenfällen verzeichneten – 73.917 im Jahr 2023 – zeigt Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Tendenz, jedoch mit etwas niedrigeren Zahlen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen gemeldet, was 0,59% ausmacht. Die Mehrheit der Unfälle waren übrige Sachschadensunfälle mit 556.792 Fällen (87,36%). Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








