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Minden, Lübbecke: Falsche Polizisten ermittelt

Nach Betrug an älteren Menschen konnten Geldabholer ermittelt werden. Gauner als Polizisten ausgegeben, Opfer getäuscht und Wertgegenstände erlangt.

Foto: Depositphotos

Minden, Lübbecke (ost)

Nach zwei Fällen von Betrug gegen ältere Menschen konnten in beiden Fällen die Geldabholer identifiziert werden. Die Betrüger gaben sich jeweils als Polizeibeamte aus, gewannen das Vertrauen der Opfer und gelangten so in den Besitz von Wertgegenständen.

In einem Fall in der zweiten Julihälfte wurde eine 89-jährige Mindenerin von einem Anrufer kontaktiert. Am Telefon gab er sich als Polizist der örtlichen Dienststelle aus. Im Gespräch gelang es dem sogenannten „Keiler“, sein Opfer davon zu überzeugen, dass ein Einbruch unmittelbar bevorstehe. Um die vorhandenen Wertgegenstände im Voraus zu dokumentieren, sollten diese einem Polizisten übergeben werden. Sie legte ihren Schmuck also in einen Umschlag und legte ihn vor die Tür. Ein Mann aus der Region Hannover, der als „Abholer“ fungierte, nahm die Beute an. Auf dem Weg vom Tatort wurde der 33-Jährige überraschenderweise von Beamten der „echten“ Polizei festgenommen. Zusammen mit der ergaunerten Beute wurde er in Gewahrsam genommen. Der Mann hatte auch einen Autoschlüssel bei sich. Bei weiteren Überprüfungen konnten die Ermittler einen geparkten Ford finden. Das Fahrzeug, das mit einem anderen Kennzeichen versehen war, wurde beschlagnahmt und abgeschleppt. Nach einer Nacht in Haft musste der Verdächtige aufgrund mangelnder Haftgründe aus der polizeilichen Obhut entlassen werden.

Bereits Anfang Juli konnten zwei weitere Abholer nach der Tat identifiziert werden. Zuvor hatte eine Lübbeckerin einen Anruf erhalten. Der Anrufer behauptete, dass die Polizei Betrüger aufgespürt habe. Die 90-Jährige wurde überzeugt, eine fünfstellige Summe von ihrem Konto abzuheben, deren Scheine später auf Echtheit überprüft werden müssten. Selbst für den Bankkontakt hatten die Täter die Seniorin mit einer Geschichte versehen. Als die Bankmitarbeiterin sie auf möglichen Betrug hinwies, erklärte das spätere Opfer, dass sie das Geld für einen größeren Kauf benötige. Später übergab sie das Geld an einen Abholer. Am selben Tag gerieten zwei Verdächtige im Alter von 23 und 33 Jahren ins Visier der Polizei. Auch die mutmaßliche Beute hatten sie bei sich. Die Ermittlungen wurden eingeleitet.

Die Polizei bittet Angehörige von älteren Menschen, mit ihnen über die Betrugsmaschen zu sprechen. Auf diese Weise können Sie Ihren Verwandten und Bekannten helfen, sich zu schützen.

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Quelle: Presseportal

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