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Minden-Lübbecke: Motorradfahrer übersehen?, Polizei gibt Sicherheitstipps

In den vergangenen Tagen wurden drei Biker Opfer von Verkehrsunfällen. Zu Beginn der Motorradsaison ist Vorsicht geboten, da Kradfahrer oft spät wahrgenommen werden.

Foto: unsplash

Minden-Lübbecke (ost)

(TB) Endlich sind die ersten Frühlingstage da, das schöne Wetter lockt und traditionell nutzen Motorradfahrer diese Zeit, um die Zweiradsaison zu starten. Allerdings sind Fahrspaß und Risiko beim Motorradfahren oft eng miteinander verbunden. In den letzten Tagen wurden drei Motorräder Opfer von Verkehrsunfällen. In allen Fällen hatten die Motorradfahrer Vorfahrt.

Zu Beginn der Motorradsaison sind viele Biker unterwegs, die ihre Motorräder über den Winter „eingemottet“ hatten und nun zum ersten Mal wieder aufsteigen. Es ist wichtig, Mensch und Maschine für die Saison gut vorzubereiten. Dazu gehört unter anderem, dass man sich und seine Fahrkünste zu Beginn der Saison nicht überschätzen sollte. Außerdem sollte man immer defensiv und zurückhaltend fahren und mit möglichem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen.

Die anderen Verkehrsteilnehmer müssen sich jetzt auch wieder an die Motorräder gewöhnen. Ein hohes Unfallrisiko für Motorradfahrer liegt darin, dass sie aufgrund ihrer schmalen Silhouette von anderen Verkehrsteilnehmern erst sehr spät wahrgenommen werden und leicht übersehen werden können. Oft wird die Geschwindigkeit oder Entfernung eines herannahenden Motorrads auch einfach falsch eingeschätzt. Außerdem verfügen Motorradfahrer nicht über die Sicherheitseinrichtungen eines Autos: Sie haben weder eine Knautschzone noch eine Fahrgastzelle.

Daher appellieren die örtlichen Verkehrsexperten an alle Verkehrsteilnehmer: Fahren Sie immer vorsichtig und nehmen Sie gegenseitig Rücksicht. Ihre Polizei des Mühlenkreises wünscht Ihnen allzeit gute Fahrt!

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 556.792 Fällen (87,36%). Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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