Mehrere Personen verletzten sich bei Unfällen mit E-Scootern, weil mehr Personen als erlaubt auf einem Roller fuhren.
Minden: Unfälle mit E-Scootern

Minden, Porta Westfalica (ost)
(FW) Am Samstag und Sonntag verletzten sich nach Verkehrsunfällen mit E-Scootern gleich zwei Personen. In beiden Fällen waren mehr Personen als erlaubt auf den Rollern unterwegs.
Nach den neuesten Informationen ereignete sich der erste Unfall am Samstag gegen 17:00 Uhr in Porta Westfalica. Eine 14-jährige Person fuhr zusammen mit einer 18-jährigen Person (beide aus Porta Westfalica) auf einem E-Scooter die Straße „Zur Lüchte“ in Richtung Ravensburger Straße. Aus bisher ungeklärten Gründen kam die Jugendliche in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Leitplanke. Beide Personen stürzten und wurden von einem Rettungswagen medizinisch versorgt und ins JWK gebracht. Während die jüngere Fahrerin leichte Verletzungen erlitt, zog sich die ältere Mitfahrerin schwere Verletzungen zu. Der E-Scooter wurde beschlagnahmt.
Ein weiterer Unfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag gegen halb drei in Minden. Den ersten Ermittlungen zufolge waren gleichzeitig drei Personen auf einem Roller unterwegs. Eine 30-jährige Frau aus Minden fuhr auf der Lindenstraße in Richtung Schwichowall, während hinter ihr ein 34-jähriger und ein 31-jähriger Mann (beide ebenfalls aus Minden) auf dem E-Scooter mitfuhren. Aufgrund eines vermeintlichen Fahrfehlers stürzte die Fahrerin mit ihren Beifahrern und erlitt leichte Verletzungen. Die beiden Männer blieben unverletzt.
Während der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten bei der 30-jährigen Frau eine mögliche Alkoholisierung fest. Diese wurde durch einen durchgeführten Atemalkoholtest bestätigt. Sie wurde zur Entnahme einer Blutprobe durch einen Arzt zur Wache nach Minden gebracht.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass grundsätzlich nur eine Person auf einem E-Scooter fahren darf. Die Mitnahme weiterer Personen ist nicht erlaubt und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Beide Unfälle zeigen, wie schnell zusätzliches Gewicht und eine veränderte Gewichtsverteilung zu Kontrollverlust führen können. Zudem gelten dieselben Promillegrenzen wie im Straßenverkehr. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss auf dem E-Scooter ist verboten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon endeten 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtunfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen verzeichnet, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% der Gesamtunfälle entspricht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








