Eine 66-jährige Frau verursachte bei einer Verfolgungsfahrt von Vlotho nach Bad Salzuflen Sachschäden an vier Fahrzeugen. Die Flucht endete nach 17km Wegstrecke durch Einsatzfahrzeuge aus Lippe und Herford.
Minden: Verfolgungsfahrt mit Sachschäden

Lippe (ost)
Insgesamt gab es Schäden an vier Fahrzeugen während einer Verfolgungsfahrt, die von Vlotho bis nach Bad Salzuflen führte.
Beamte der Kreispolizeibehörde Herford wurden am Samstag (03.01.2026) um 14:35 Uhr zu einem Privathaus in Vlotho gerufen. Am Tag zuvor hatte es dort einen Fall von häuslicher Gewalt gegeben, bei dem eine Bewohnerin des Hauses ausgewiesen und ärztlich behandelt wurde. Trotz eines Rückkehrverbots kehrte die Bewohnerin zur Adresse zurück. Als die Einsatzkräfte eintrafen, flüchtete die 66-jährige Frau mit einem Ford-Fahrzeug, an dem keine Kennzeichen angebracht waren. Sie ignorierte die Anhaltesignale der Polizei. Stattdessen überfuhr sie mehrere Ampeln bei Rotlicht und fuhr nach einem Stopp auf den vor ihr stehenden Streifenwagen auf, um dann ihre Flucht fortzusetzen. Während der Flucht berührte die Flüchtige in Bad Salzuflen auf der Wüstener Straße beim Überholen den Opel eines 61-jährigen Fahrers aus Minden. An einer Tankstelle an der Wasserfuhr konnte das Fahrzeug der Vlothoerin schließlich nach etwa 17 km von Einsatzfahrzeugen aus Lippe und Herford gestoppt werden. Als die Fahrerin versuchte, sich „freizufahren“, wurden sowohl die Streifenwagen als auch der Ford erheblich beschädigt. Die Manöver konnten erst beendet werden, nachdem eine Scheibe des Fords eingeschlagen und die Fahrerin direkt angesprochen wurde. Die Fahrerin wurde erneut ärztlich betreut und aufgrund des Verdachts auf Medikamenteneinfluss wurde ihr eine Blutprobe entnommen. Ihr Führerschein war bereits einige Wochen zuvor eingezogen worden. Die Unfallaufnahme wurde von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Bielefeld durchgeführt, da Fahrzeuge der Kreispolizeibehörden Lippe und Herford beteiligt waren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637365 Unfälle. Davon entfallen 63250 Unfälle auf Personenschäden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








