Die Polizei zog mehrere Verkehrssünder aus dem Verkehr, darunter Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, die teils Widerstand leisteten.
Minden: Verkehrssünder gestoppt

Minden, Hille (ost)
Die Polizei hat zwischen Freitag und Sonntag mehrere Verkehrsunfälle registriert. In Minden und Hille waren die Fahrer in mehreren Fällen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen, teilweise kam es zu Widerstandshandlungen.
Ein 50-jähriger Petershäger fuhr am Freitagnachmittag gegen 13:15 Uhr betrunken mit seinem BMW auf der Friedrich-Wilhelm-Straße. Es wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein eingezogen. Gegen 17:00 Uhr fiel ein 69-jähriger Rahdener in Hille auf der Neuenhofstraße auf, als er mit seinem Toyota in Schlangenlinien fuhr und in den Gegenverkehr geriet. Zunächst reagierte er nicht auf die Anhaltesignale des Streifenwagens. Nach der Verkehrskontrolle weigerte er sich im Streifenwagen anzuschnallen, griff einen Polizisten an und musste gefesselt werden. Der Angriff konnte sofort gestoppt werden. Der betrunkene Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Eine Blutprobe wurde auf der Polizeiwache entnommen. Ebenfalls am Freitag, gegen 21:30 Uhr, kollidierte eine 54-jährige Mindenerin im Bierpohlweg mit ihrem Opel mit einem geparkten Auto. Aufgrund alkoholbedingter Ausfallerscheinungen wurde ebenfalls eine Blutprobe auf der Wache entnommen und ihr Führerschein eingezogen.
Am Samstag um 13:00 Uhr stellten Polizeibeamte in der Rodenbecker Straße fest, dass ein 59-jähriger Mindener seinen Opel fuhr, obwohl er seit mehreren Monaten keine gültige Fahrerlaubnis besaß. In der Stiftstraße kontrollierten Polizisten gegen 15:00 Uhr einen 57-jährigen Mindener, der betrunken seinen BMW fuhr. Ein positiver Vortest führte zur Entnahme einer Blutprobe und zur Beschlagnahme seines Führerscheins. Bereits um 03:00 Uhr desselben Tages fiel in der Ringstraße ein 58-jähriger Mindener mit seinem Mercedes auf, der sich einer Kontrolle widersetzte, zunächst falsche Personalien angab und keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Ein Atemalkoholtest verlief zudem positiv. Da er sich auch auf dem Weg zum Streifenwagen wehrte, wurde er gefesselt, bevor er zur Blutentnahme zur Polizeiwache gebracht werden konnte.
Eine drogentypische Ausfallerscheinung zeigte ein 21-jähriger Mindener in seinem Volkswagen am frühen Sonntagmorgen gegen 03:00 Uhr in der Ringstraße. Ein Drogentest reagierte positiv, daher wurde der Mann zur Blutprobe auf die Wache gebracht.
In allen Fällen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen lag 2022 bei 56367 und stieg im Jahr 2023 auf 57879. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich und 6757 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland war Nordrhein-Westfalen 2023 die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 (2,74%) und auf Autobahnen 6889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Todesfälle, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








