Jugendliche warfen gefährliche Gegenstände auf Lkw, Polizei sucht dringend Zeugen.
Möhnesee: Gegenstände von Brücke geworfen

Bad Sassendorf (ost)
Am Dienstagnachmittag, dem 19. Mai 2026, ereignete sich gegen 15:33 Uhr auf der B475 im Bereich des Spreitwegs ein gefährlicher Vorfall im Straßenverkehr.
Nach bisherigen Informationen befanden sich mehrere Jugendliche auf einer Überführung über der B475. Von dort aus sollen sie verschiedene Objekte auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen haben. Darunter rohe Hühnereier und ein 5-Liter-PET-Kanister, gefüllt mit Wasser.
Ein Lastwagen, der in Richtung Möhnesee fuhr, wurde von dem herabgeworfenen Kanister am Fahrerhaus getroffen. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Es entstand jedoch Schaden am Führerhaus, unter anderem wurde ein Fach im Inneren beschädigt.
Vor Ort konnten die Polizisten zahlreiche Hinweise und Beweise sicherstellen. Neben dem zerplatzten PET-Kanister wurden entlang der Straße mehrere zerbrochene Eier, eine leere Eierverpackung und verschiedene Papierstücke gefunden.
Die Kriminalpolizei hat die Spurensicherung übernommen und führt die Ermittlungen weiter.
Der betroffene Lastwagenfahrer gab an, vier Jugendliche auf der Brücke gesehen zu haben. Einer von ihnen habe gezielt den Wasserkanister auf den Lkw geworfen. Danach seien sie in Richtung Bad Sassendorf geflohen.
Die Polizei sucht nun Zeugen, die die verdächtigen Jugendlichen beobachtet haben oder Informationen über die Täter haben. Bitte wenden Sie sich an die Polizei in Soest unter 02921 91000 oder gehen Sie zur nächsten Polizeidienststelle.
Die Polizei betont nachdrücklich, dass das Werfen von Gegenständen auf fahrende Fahrzeuge keine „Streich“ ist, sondern ein lebensgefährliches Verbrechen. Schon ein kleiner Gegenstand kann bei den hohen Geschwindigkeiten auf Bundesstraßen zu schweren Verkehrsunfällen mit tödlichen Folgen führen. In diesem Fall traf der geworfene Wasserkanister direkt auf das Fahrerhaus des Lastwagens und somit den Bereich über dem Fahrer.
Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und prüft weitere strafrechtliche Tatbestände. Es drohen empfindliche strafrechtliche Konsequenzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% entspricht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)







