Im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wurden zehn Objekte in Deutschland und drei in den Niederlanden durchsucht, mehrere Personen festgenommen.
Mönchengladbach: Internationaler Einsatz gegen mutmaßliche Betreiber von Amphetaminlaboren

Mönchengladbach / Viersen / Krefeld / Heinsberg / Niederlande (ost)
Im Zuge eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Krefeld und der Polizei Mönchengladbach gegen eine vermutlich international tätige Gruppe von Tätern haben Beamte der Polizei NRW und niederländische Beamte am Mittwoch, dem 15. Juli, in den frühen Morgenstunden insgesamt zehn Objekte in Deutschland sowie drei weitere in den Niederlanden durchsucht und mehrere Personen festgenommen.
Die Aktionen wurden im Rahmen der Ermittlungskommission „Awari“ der Polizei Mönchengladbach in enger Zusammenarbeit mit Europol sowie dem Landeskriminalamt und der Gemeinsamen Grundstoffüberwachungsstelle beim Bundeskriminalamt durchgeführt.
Das Ermittlungsverfahren richtet sich derzeit gegen neun deutsche und niederländische Personen. Sie werden beschuldigt, seit 2025 in verschiedenen Zeiträumen Grundstoffe für die illegale Herstellung von Amphetamin im Tonnenbereich beschafft zu haben und mehrere Amphetaminlabore betrieben zu haben. Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel von der Kriminalpolizei sichergestellt, die nun ausgewertet werden.
Neben den Wohnsitzen der Verdächtigen wurden hauptsächlich mögliche Produktionsstätten durchsucht, darunter zwei Lagerhallen in den Ortschaften Kaldenkirchen und Niederkrüchten (Kreis Viersen). Neben Einsatzkräften von Europol und der örtlichen Feuerwehr unterstützte auch ein Team des Kriminalwissenschaftlichen und -technischen Instituts des LKA. Die Ermittlungen dauern an. (et)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879. Im Jahr 2023 waren 51099 männliche Verdächtige und 6780 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 73917 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








